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Aktien Frankfurt Schluss: DAX fest - Auto- und Chemiewerte stützen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Hoffen auf ein weiteres Absinken des Ölpreises unddamit einhergehende Kursgewinne bei Auto- und Chemieaktien haben den DeutschenAktienindex DAX am Mittwoch im Plus gehalten.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Hoffen auf ein weiteres Absinken des Ölpreises unddamit einhergehende Kursgewinne bei Auto- und Chemieaktien haben den DeutschenAktienindex DAX am Mittwoch im Plus gehalten.

Der DAX schloss um 1,03 Prozent fester auf 3.867,52 Zählern. Der MDAX gewann unterdessen 0,81 Prozent auf 4.808,74 Punkte. Der TecDAX legte 1,38 Prozent auf 558,89 Zähler zu. Vor allem der Ölpreis habeden Aktienmarkt derzeit im Griff, sagte ein Händler der Commerzbank.

"Dass der Preis wieder leicht gesunken ist, hat am Vorabend bereits denUS-Märkten geholfen. Außerdem haben die Amerikaner gesagt, sie hätten ihre Lägerwieder gut gefüllt, was den Ölpreis auf absehbare Zeit weiter drücken dürfte",sagte er.

Händler verwiesen angesichts der steigenden DAX-Kurse auf charttechnischeGründe. Im Tagesverlauf war der Leitindex knapp über die Marke von 3.900Punkten gestiegen. "Der DAX hat sich in der vergangenen Tagen etwas schlechterentwickelt als der amerikanische Leitindex Dow Jones und deshalb nochetwas nachzuholen", sagte Aktienhändler Oliver Opgen-Rhein von HSBC. Auch derleichte Rückgang des Ölpreises komme dem Markt hierzulande zugute.US-Konjunkturdaten hatten die Stimmung am Nachmittag allerdings etwas getrübt.An der New Yorker Börse gaben die Kurse unterdessen leicht nach.

An der Frankfurter Börse zählten die Titel der Auto- und Chemiebranche zuden gefragtesten Werten. Continental legten 3,39 Prozent auf 35,98Euro zu. Bayer gewannen 2,59 Prozent auf 22,95 Euro. "Die Titel dieserBranchen waren wegen des hohen Ölpreises zuletzt besonders stark unter Druckgeraten ", sagte ein Händler. Nun erholten sie sich. BMW legten mitplus 2,05 Prozent auf 34,81 Euro unter den Autobauern am stärksten zu.

Die Aktien der Deutsche Post World Net AG sackten mit 2,10 Prozentauf 16,30 Euro hingegen ans untere Ende der Kursliste. Händler verwiesen aufSpekulationen über ein mögliches Absagen des geplanten Börsengangs der TochterPostbank. Zuvor hatte die Werkstattkette A.T.U. ihren für Mitte Juni geplantenBörsengang wegen "der schwierigen Marktbedingungen für Neuemissionen" aufunbestimmte Zeit verschoben. Auch Sorgen vor drohenden Warnstreiks und einemmöglichen Ende des Briefmonopols schon vor Ende 2007 hätten den Kurs der "AktieGelb" belastet, sagten Händler.

Der Kurs der Münchener Rück stieg um 1,01 Prozent auf 84,75 Euro.Der weltgrößte Rückversicherer will nach einem Gewinnschub zum Start ins Jahrdie Krise hinter sich lassen und stellt seinen Aktionären 2004 einenRekordgewinn in Aussicht. Im laufenden Jahr erwartet die Münchener Rück nach demersten Jahresverlust seit über 50 Jahren im vergangenen Jahr wieder einenMilliardengewinn.

Aktien der Deutschen Bank verloren 1,41 Prozent auf 65,00 Euro undwaren damit der zweitschwächste Wert im DAX. Händler verwiesen auf neueFusionsgerüchte, einen negativen Analystenkommentar und eine in den USAeingereichte Klage. Der Aktienrückkauf der Bank "sei für den Markt keineÜberraschung" und habe deswegen keine Auswirkungen auf den Kursverlauf, sagteAktienhändler Oliver Opgen-Rhein von HSBC.

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