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Aktien Frankfurt Schluss: Dax kaum verändert - Kerry räumt Niederlage ein

Angeführt von den Aktien der Commerzbank hat die deutsche Börse am Mittwoch kaum verändert geschlossen. Der Leitindex Dax schloss am Tag nach der US-Präsidentschaftswahl mit plus 0,04 Prozent auf 4 039,04 Zählern. Der MDax gewann 0,02 Prozent auf 5 112,95 Punkte anzog.

dpa-afx FRANKFURT. Angeführt von den Aktien der Commerzbank hat die deutsche Börse am Mittwoch kaum verändert geschlossen. Der Leitindex Dax schloss am Tag nach der US-Präsidentschaftswahl mit plus 0,04 Prozent auf 4 039,04 Zählern. Der MDax gewann 0,02 Prozent auf 5 112,95 Punkte anzog. Der TecDax stieg um 0,15 Prozent auf 506,68 Zähler. Kurz zuvor hatte der demokratische Präsidentschaftsbewerber John Kerry seine Niederlage eingeräumt.

An der Wall Street stieg der Dow Jones bis zum Börsenschluss in Deutschland um 1,49 Prozent auf 10 185,50 Punkte. Der Nasdaq Composite gewann 1,53 Prozent auf 2015,17 Punkte. "Die Wall Street liebt Bush", sagte Marktstratege Robert Halver vom schweizerischen Bankhaus Vontobel. Das Festhalten an der gegenwärtigen Politik bedeutet laut Halver: "Die Politik der Steuersenkung wird fortgesetzt, während die von Kerry geplante Besteuerung der Dividenden ausbleibt." Die Wiederwahl Bushs mindere die Unsicherheit an den Märkten. "Da weiß man, was man hat", sagte Aktienhändler Markus Alefelder von der Baader Wertpapierhandelsbank.

In Frankfurt legten vor allem die Finanzwerte zu. Commerzbank-Aktien stiegen mit plus 2,77 Prozent auf 14,83 Euro an die Dax-Spitze. Händler verwiesen auf Spekulationen, die Bank wolle im Investmentbanking "drastisch Stellen streichen". Einen Tag vor der Vorlage der Quartalsbilanz verteuerten sich Aktien der Hypovereinsbank AG um 0,99 Prozent auf 15,35 Euro. Deutsche Bank stiegen um 0,64 Prozent auf 61,38 Euro. Der Vorstandsvorsitzende Josef Ackermann bestätigte, dass die Deutsche Bank in diesem Jahr im Privatkundengeschäft "wahrscheinlich einen Gewinn von einer Milliarde Euro vor Steuern" erwirtschaften wird.

Automobilwerte gaben nach. Nach der Einigung des VW-Vorstands mit den Gewerkschaften verloren die Aktien von Volkswagen 3,04 Prozent auf 35,04. Euro. "Die Einigung im Tarifkonflikt ist aus VW-Sicht zwar günstig, allerdings stoßen sich einige Investoren an der Jobgarantie", sagte Analyst Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler. BMW-Papiere fielen um 2,34 Prozent auf 33,01 Euro. Umsatz- und Gewinn lagen im dritten Quartal unter den Erwartungen. Daimler-Chrysler-Titel sanken nach anfänglichen Gewinnen um 0,30 Prozent auf 32,90 Euro. Continental schlossen um 2,01 Prozent schwächer bei 42,92 Euro. Der Autozulieferer steigerte den operativen Gewinn im dritten Quartal deutlich und bestätigte die Jahresprognosen. Allerdings hatten Analysten mit einem noch besseren Ergebnis gerechnet.

Die Aktien von adidas-Salomon fielen nach Zahlen um 2,15 Prozent auf 111,79 Euro und gehörten damit zu den drei schwächsten Werten im Dax. Zwar übertraf Europas größter Sportartikelhersteller die Markterwartungen, wegen eines Rückgangs der Auftragsbestände im Hauptmarkt Europa sowie einer Rückrufaktion für Basketball-Schuhe geriet die Aktie aber unter Druck.

Im MDax zogen die Aktien der Postbank AG um 1,72 Prozent auf 31,94 Euro an, nachdem das Geldhaus seine Prognose angehoben hatte. Der Kurs der Depfa Bank , die gleichfalls Zahlen vorgelegt hatte, gab um 1,95 Prozent auf 11,58 Euro nach. Karstadt-Quelle AG fielen um 1,40 Prozent auf 8,48 Euro. Der tief in der Krise steckende Handelskonzern hatte die Umsatzprognose für das laufende Jahr gesenkt.

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