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Aktien Frankfurt Schluss: Dax kaum verändert - Telekom und T-Online im Fokus

Der milliardenschwere Verkauf von Telekom-Aktien durch die staatseigene Bank KfW hat am Montag den Handel an der Frankfurter Börse geprägt. Im Mittelpunkt stand zudem der angekündigte Rückkauf der Internet-Tochter T-Online durch den Bonner Mutterkonzern.

dpa-afx FRANKFURT. Der milliardenschwere Verkauf von Telekom-Aktien durch die staatseigene Bank KfW hat am Montag den Handel an der Frankfurter Börse geprägt. Im Mittelpunkt stand zudem der angekündigte Rückkauf der Internet-Tochter T-Online durch den Bonner Mutterkonzern. Der deutsche Leitindex Dax stieg bis Handelsende um 0,06 Prozent auf 4 017,82 Punkte. Der MDax rückte um 0,30 Prozent auf 5 131,51 Zähler vor, während der TecDax 0,18 Prozent auf 516,38 Punkte verlor.

Bis auf die Diskussion um Telekom und T-Online verlaufe der Handel recht ruhig, sagte Händler Raed Mustafa von der BW Bank in Stuttgart. Wichtig sei, dass der Dax die 4 000 Punkte halte und der US-Leitindex Dow Jones über 10 000 Punkten bleibe, "damit wir auf eine Jahresendrallye hoffen können", sagte er.

T-Aktien gaben um 1,12 Prozent auf 15,05 Euro nach. Sie wurden belastet durch Aussagen der staatlichen Bank KfW, Papiere der Telekom im Wert von bis zu drei Mrd. Euro zu verkaufen. Die Telekom will zudem T-Online zum Kurswert vom Freitagabend wieder von der Börse nehmen. Sie bietet den schätzungsweise 1,5 Mill. Kleinaktionären damit eine Barzahlung von 8,99 Euro je T-Online-Aktie an oder einen Tausch in T-Aktien. Erstzeichner der Aktie hatten zum Börsengang 27 Euro je Aktie gezahlt.

Für die Telekom sei dies ein geschickter Schachzug, sagte Marktstratege Heino Ruland vom Wertpapierhandelshaus Steubing. T-Online-Papiere legten im TecDax um 1,45 Prozent auf 9,12 Euro zu.

Die Papiere der Lufthansa legten nach der Vorlage der Verkehrszahlen für September moderat zu und gewannen 0,10 Prozent auf 9,60 Euro. Deutschlands größte Fluggesellschaft meldete steigende Passagierzahlen und eine höhere Auslastung. Allerdings bremste laut Händlern der hohe Ölpreis den Kursaufschwung.

Karstadt-Quelle-Aktien gaben nach dem Start der Verhandlungen zwischen Management und Gewerkschaft über ein Sanierungskonzept für den angeschlagenen Konzern weiter nach. Der Kurs der MDax-Aktie büßte 1,87 Prozent auf 12,58 Euro ein. Analysten schätzen den Verhandlungsspielraum für das Management eher gering ein, halten eine Einigung aber dennoch für wahrscheinlich.

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