Archiv
Aktien Frankfurt Schluss: DAX knapp behauptet - Intel-Enttäuschung überwundenDPA-Datum: 2004-07-14 18:14:49

(dpa-AFX) Frankfurt - Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch den enttäuschenden Ausblick des US-Chipherstellers Intel im Tagesverlauf weitgehend überwunden und mit nur leichtem Verlust geschlossen. Händler begründeten dies mit überwiegend steigenden Kursen an der US-Standardwerte-Börse Dow Jones.

(dpa-AFX) Frankfurt - Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch den enttäuschenden Ausblick des US-Chipherstellers Intel im Tagesverlauf weitgehend überwunden und mit nur leichtem Verlust geschlossen. Händler begründeten dies mit überwiegend steigenden Kursen an der US-Standardwerte-Börse Dow Jones.

Der deutsche Leitindex DAX < DAX.ETR > ging mit minus 0,13 Prozent auf 3.898,84 Punkte aus dem Handel. Zeitweise hatte er bis auf 3.851 Punkte nachgegeben und ein Sechs-Wochen-Tief erreicht. Der Technologie-Index Tecdax < Tdxp.ETR > gab um 0,87 Prozent auf 531,48 Zähler nach. Der Mdax < Mdax.ETR > fiel um 0,28 Prozent auf 4.934,86 Punkte.

"Im Tagesverlauf hat eindeutig Intel die Märkte belastet, doch da sich die Standardwerte in den USA kaum von Intel beeindrucken lassen, hat der DAX wieder einen Schub nach oben erhalten", sagte ein Frankfurter Händler. Die eher schwachen US-Konjunkturdaten hingegen hätten die Märkte nur kurzfristig negativ belastet.

Zu den größten Verlierern im DAX zählten die Aktien des Münchener Chipherstellers Infineon < IFX.ETR > mit minus 1,43 Prozent auf 9,67 Euro. Sie litten wie auch andere europäische Halbleiter-Titel darunter, dass der weltgrößte Chiphersteller Intel sein Bruttomargen-Ziel für 2004 gesenkt hat.

TUI-Aktien < TUI.ETR > wurden trotz eines umgehend erfolgten Dementis von Gerüchten über eine mögliche Aktienplatzierung durch die Westlb belastet. Sie sackten damit auf den letzten Platz im DAX mit minus 2,19 Prozent auf 14,30 Euro. Die Düsseldorfer Bank ist ein großer Anteilseigner des größten europäischen Touristikunternehmens.

Volkswagen < VOW.ETR > plant weitere millionenschwere Investitionen in China und will dort in einem Gemeinschaftsunternehmen Autoteile produzieren. Zudem wird die EU-Kommission voraussichtlich im September darüber entscheiden, ob sie den Streit mit Deutschland um das VW-Gesetz vor den Europäischen Gerichtshof (Eugh) bringen wird. Der verantwortliche Kommissar Frits Bolkestein strebe einen solchen Beschluss an, hieß es aus dessen Umfeld.

VW-Papiere fielen als drittschwächster Wert um 1,42 Prozent auf 32,60 Euro. Favorit im Leitindex war das Papier des Autozulieferers Continental < CON.ETR > mit plus 1,79 Prozent auf 37,54 Euro.

Südzucker < SZU.ETR > stiegen im Mdax um 1,81 Prozent auf 16,29 Euro. Auf die Zuckerverordnung der EU hatte die Aktie zunächst mit Kursabschlägen reagiert. Europas größter Zuckerproduzent hatte die Reform kritisiert und befürchtet Rückgänge bei Umsatz und Ergebnis. Das Unternehmen wird am Donnerstag Quartalszahlen vorlegen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%