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Aktien Frankfurt Schluss: Dax schließt auf höchstem Stand seit Juli 2002

Kursgewinne unter den meisten deutschen Aktien haben den Leitindex Dax am Dienstag auf einem neuen Rekordhoch seit mehr als zwei Jahren schließen lassen.

dpa-afx FRANKFURT. Kursgewinne unter den meisten deutschen Aktien haben den Leitindex Dax am Dienstag auf einem neuen Rekordhoch seit mehr als zwei Jahren schließen lassen. Das Verlaufshoch von mehr etwas mehr als 4 250 Punkten erreichte der Index bis Handelsschluss zwar nicht mehr, doch mit plus 0,29 Prozent auf 4 231,30 Punkten ging er so hoch wie seit Juli 2002 nicht mehr aus dem Handel.

Der TecDax legte um 0,14 Prozent auf 510,72 Zähler zu. Der MDax schloss hingegen knapp behauptet mit minus 0,13 Prozent auf 5 299,30 Punkte.

Die Umsätze blieben laut Händlern jedoch zurückhaltend, was diese vor allem auf die anstehende Leitzinsentscheidung der US-Notenbank Fed zurückführten. Experten erwarten, dass die Fed ihre Politik der schrittweisen Zinserhöhung fortsetzen und den Leitzins um 0,25 Punkte auf 2,25 Prozent anheben wird.

Zu den größten Gewinnern im Dax gehörten die Aktien der Deutschen Börse . Die Papiere hatten am Vortag vier Prozent eingebüßt, nachdem die Frankfurter Pläne zur Übernahme der Londoner Börse veröffentlicht hatten. Das Papier gewann trotz verschiedener Abstufungen 2,64 Prozent auf 43,88 Euro. Die einzige Bank, die den Titel hochstufte und zum Kauf empfahl war die WestLB.

Die Autowerte im Dax reagierten überwiegend positiv auf eine Sektor-Hochstufung durch die Investmentbank Goldman Sachs. Zuvor hatten die Absatzzahlen der Hersteller in Westeuropa mit insgesamt kräftigen Steigerungen überrascht. BMW-Aktien profitierten mit plus 0,92 Prozent auf 33,00 Euro am stärksten. Daimler-Chrysler stiegen um 0,43 Prozent auf 35,32 Euro. Volkswagen hingegen drehten bis Handelsschluss ins Minus und verloren 0,15 Prozent auf 33,90 Euro. Autozulieferer Continental gewann 0,73 Prozent auf 46,78 Euro. Der französische Konkurrent Michelin will die Reifenpreise in Europa bis Juli 2005 um durchschnittlich fünf Prozent erhöhen und läutet damit branchenweit eine neue Preisrunde ein.

Neue Negativschlagzeilen und Kursverluste gab es hingegen für die Aktie von Karstadt-Quelle . Das MDax-Papier, das im Tagesverlauf zeitweise um mehr als acht Prozent eingebrochen war, ging mit minus 2,22 Prozent auf 6,62 Euro aus dem Handel. Händler führten die Kursverluste vor allem auf einen Rechtsstreit um ein Grundstück aus dem ehemaligen Besitz der jüdischen Kaufhaus-Dynastie Wertheim zurück. Millionen-Forderungen könne sich Karstadt-Quelle derzeit nicht leisten, hieß es. Der Einzelhändler hält jedoch die laufende Sanierung nicht für gefährdet.

Aktien der Fraport AG Frankfurt Airport Services Worldwide stiegen um 1,65 Prozent auf 30,75 Euro. Die Verkehrszahlen für den Monat November seien recht gut ausgefallen, auch wenn sich das Wachstum im Jahresvergleich etwas abgeschwächt habe, sagten Händler.

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