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Aktien Frankfurt Schluss: DAX schließt auf Tagestief - Nokia und US-BörsenDPA-Datum: 2004-07-15 18:06:03

(dpa-AFX) Frankfurt - Der enttäuschende Ausblick des weltgrößten Handyherstellers Nokia sowie Verluste an den US-Börsen haben den deutschen Aktienmarkt am Donnerstag belastet und auf Tagestief schließen lassen. Teilweise unerwartet positiv ausgefallene Konjunkturdaten aus den USA sorgten nur zeitweise für eine freundlichere Stimmung.

(dpa-AFX) Frankfurt - Der enttäuschende Ausblick des weltgrößten Handyherstellers Nokia sowie Verluste an den US-Börsen haben den deutschen Aktienmarkt am Donnerstag belastet und auf Tagestief schließen lassen. Teilweise unerwartet positiv ausgefallene Konjunkturdaten aus den USA sorgten nur zeitweise für eine freundlichere Stimmung.

Der DAX < DAX.ETR > schloss mit minus 1,32 Prozent auf 3.847,19 Punkte. Der Tecdax < Tdxp.ETR > fiel um 1,83 Prozent auf 521,73 Punkte. Der Mdax < Mdax.ETR > verlor 0,40 Prozent auf 4.914,95 Zähler.

"Die Anleger sind nach den Nokia-Zahlen spürbar verunsichert", sagte Händler Michael Kuhlow von Kepler Equities in Frankfurt. Der positive Effekt nach den ersten Konjunkturdaten sei am Markt rasch verpufft. Ein anderer Händler sagte in Frankfurt: "Der Markt stellt sich derzeit verstärkt auf weiter fallende Kurse ein." Zudem hätten sich die US-Börsen seit Handelsstart zunehmend schwächer entwickelt.

Die Prognose des finnischen Nokia-Konzerns, der wegen des zunehmenden Wettbewerbsdrucks für das laufende Quartal mit einem Gewinneinbruch rechnet, belasteten in Deutschland war allem die Aktien des Wettbewerbers Siemens < SIE.ETR > . Das Papier gab um 2,33 Prozent auf 55,44 Euro nach. Infineon Technologies < IFX.ETR > verloren 1,55 Prozent auf 9,52 Euro nach.

Im Tecdax verbilligten sich die Aktien von Epcos < EPC.ETR > , einem Hersteller von elektronischen Bauelementen für Mobiltelefone, um 7,18 Prozent auf 14,60 Euro. Dieser Titel litt zudem unter einer Abstufung der Investmentbank UBS.

Die Lufthansa-Aktie < LHA.ETR > als prozentual schwächster Wert büßte 2,79 Prozent auf 10,10 Euro ein. Ein Händler machte in erster Linie den wieder gestiegenen Ölpreis verantwortlich.

Daimlerchrysler-Aktien < DCX.ETR > litten unter Protestaktionen von Konzernmitarbeitern wegen geplanter drastischer Sparpläne. Die Titel verbilligten sich um 1,95 Prozent auf 35,68 Euro.

Mehr als 60.000 Daimlerchrysler-Beschäftigte hatten die Produktion in Deutschland vorübergehend lahm gelegt. Zudem war in den Medien berichtet worden, dass Daimlerchrysler-Manager Wolfgang Bernhard zu Volkswagen < VOW.ETR > nach Wolfsburg wechseln könnte. VW-Chef Bernd Pischetsrieder wies dies jedoch umgehend zurück. VW büßten 1,44 Prozent auf 32,13 Euro ein.

RWE-Papiere < RWE.ETR > notierten um 0,10 Prozent schwächer bei 40,53 Euro und verringerten damit ihre im Tagesverlauf entstandenen Verluste. Der Energieversorger RWE hat den Anfang Juli angekündigten Rückkauf von Anleihen sowie den Tausch in eine neue längerfristige Anleihe nach eigenen Angaben erfolgreich abgeschlossen./c

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