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Aktien Frankfurt Schluss: Dax schließt gut behauptet - Ölpreis sinkt

Unterstützt von sinkenden Ölpreisen haben die deutschen Aktien am Mittwoch etwas zugelegt. Allerdings bremste der Höhenflug des Euro Händlern zufolge die positive Entwicklung an der Frankfurter Börse. In der Spitze erklomm die europäische Gemeinschaftswährung zuletzt 1,3 170 Dollar.

dpa-afx FRANKFURT. Unterstützt von sinkenden Ölpreisen haben die deutschen Aktien am Mittwoch etwas zugelegt. Allerdings bremste der Höhenflug des Euro Händlern zufolge die positive Entwicklung an der Frankfurter Börse. In der Spitze erklomm die europäische Gemeinschaftswährung zuletzt 1,3 170 Dollar.

Der deutsche Leitindex Dax gewann 0,29 Prozent auf 4 125,30 Punkte; der MDax der mittelgroßen Werte stieg um 0,36 Prozent auf 5 238,91 Punkte. Für den TecDax ging es um 0,24 Prozent auf 514,05 Punkte nach unten.

Positiv werteten Börsianer den sinkenden Ölpreis. In den USA waren die Rohöl-Lagervorräte in der abgelaufenen Woche erneut gestiegen. Nach Bekanntgabe der Daten rutschte der Ölpreis deutlich ab. Ein Barrel der US-Sorte WTI kostete zuletzt 48,20 Dollar. Kaum beachtet wurden Börsianern zufolge die Konjunkturdaten aus den USA. Diese hätten keine klare Richtung aufgewiesen und seien daher verpufft, sagte ein Börsianer. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe waren in der zurückliegenden Woche überraschend deutlich gefallen, während das Konsumklima der Uni Michigan unerwartet deutlich nach unten revidiert wurde.

Mit einem Gewinn von 2,42 Prozent auf 10,60 Euro war das Papier der Lufthansa Spitzenwert im Dax. Die Aktie erhole sich bei dünnem Handelsvolumen von ihren Vortagsverlusten, sagte ein Händler einer Frankfurter Großbank. Neben der Entwicklung des Ölpreises wirkten wohl auch die Zahlen von Air France-KLM positiv, die gut aufgenommen worden seien.

Aktien der Rheinmetall gaben um 4,17 Prozent auf 37,27 Euro nach. Die Gesellschaft hatte mitgeteilt, die Unternehmerfamilie Röchling wolle ihre Beteiligung an dem Rüstungskonzern vollständig abbauen. Die Familie kontrolliert 42,1 Prozent des Grundkapitals von Rheinmetall. Rheinmetall will nun die nicht stimmberechtigten Vorzugsaktien der Gesellschaft in stimmberechtigte Stammaktien umwandeln.

Analyst Uwe Jech von der Bankgesellschaft Berlin (BGB) bewertete die Pläne grundsätzlich positiv. Er verwies auf die höhere Gewichtung im Index. "Allerdings erwarten wir kurzfristig Kursbelastungen aus dem anstehenden Platzierungsverfahren", schränkte der Analyst ein.

Belastet von einem negativen Analystenkommentar verlor die Aktie von Infineon um 2,19 Prozent auf 8,50 Euro. Händler führten die Verluste auf eine Abstufung zurück. Die Analysten der Deutschen Bank hatten auf das Überangebot der Speicherchip-Industrie für das kommende Jahr hingewiesen und das Papier von "Hold" auf "Sell" gesenkt.

Schering gewannen 1,65 Prozent auf 52,42 Euro. Der Konzern rechnet nach der Zulassung des Konkurrenzproduktes Tysabri durch die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA 2005 mit einem Umsatzwachstum des weltweiten Marktes für Multiple Sklerose-Produkte (MS). Gleichzeitig unterstrich Schering-Vorstandschef Hubertus Erlen vor Journalisten: "Wir haben in der Vergangenheit gesehen, dass neue Produkte das Marktwachstum des MS-Marktes stimuliert haben."

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