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Aktien Frankfurt Schluss: Dax schließt nach Anstieg auf Jahreshoch im Minus

Der deutsche Leitindex Dax hat am Mittwoch zum Auftakt bei 4 272,18 Punkten seinen höchsten Stand seit Juli 2002 erreicht. Dem Index der 30 größten Werte ging später jedoch etwas die Puste aus und er schloss am Abend mit minus 0,33 Prozent bei 4 247,75 Punkten.

dpa-afx FRANKFURT. Der deutsche Leitindex Dax hat am Mittwoch zum Auftakt bei 4 272,18 Punkten seinen höchsten Stand seit Juli 2002 erreicht. Dem Index der 30 größten Werte ging später jedoch etwas die Puste aus und er schloss am Abend mit minus 0,33 Prozent bei 4 247,75 Punkten. Der MDax büßte 0,41 Prozent auf 5 343,93 Zähler ein, der TecDax fiel um 0,31 Prozent auf 521,02 Punkte.

"Die Anleger halten sich zurück", begründete Aktienhändler Thilo Müller von der Landesbank Rheinland-Pfalz den Kursrückgang. Sowohl die Nachrichtenlage als auch die Umsätze seien sehr dünn. Positiv für die Stimmung auf dem Parkett seien der niedrigere Ölpreis und die vom Marktforscher GfK ermittelte Aufhellung der Konsumlaune.

Aktien des Reiseveranstalters Tui zählten mit minus 1,02 Prozent auf 17,40 Euro zu den Verlierern im Dax. Händler verwiesen auf die Sorge von Investoren über die finanziellen Folgen durch das Seebeben in Südasien. Müller zufolge drückten vor allem anhaltende Bedenken über den Verbleib des Titels im Dax die Stimmung.

Schwächster Wert im Dax waren die Papiere der Hypovereinsbank mit minus 1,82 Prozent auf 16,74 Euro. Ein Frankfurter Händler begründete das mit den bereits am Dienstag veröffentlichten Aussagen von Vorstandssprecher Dieter Rampl zum Geschäftsverlauf. Rampl hatte von einem weiter schwierigen Umfeld gesprochen. Börsianer befürchten ein schlechtes viertes Quartal der Bank.

Der scheidende Siemens-Vorstandschef Heinrich von Pierer sieht in naher Zukunft keinen Bedarf für Beteiligungsverkäufe. Einschneidende Portfolioveränderungen wie die Trennung vom Halbleitergeschäft vor fünf Jahren stünden nicht an, sagte Pierer der "Börsen-Zeitung" (Donnerstagausgabe). Die Siemens-Aktie verlor 0,48 Prozent auf 62,24 Euro.

Metro-Titel waren im Handelsverlauf bis an die Dax-Spitze gestiegen, schlossen aber mit einem Minus von 0,10 Prozent auf 40,39 Euro. Händler erklärten den zwischenzeitlichen Kursanstieg mit der GfK-Umfrage zum Konsumklima. Davon konnte der Warenhauskonzern Karstadt-Quelle überhaupt nicht profitieren, das Papier war einer der schwächsten MDax-Werte mit minus 1,57 Prozent auf 7,50 Euro. Anleger seien enttäuscht, dass der Verkauf der Logistik-Sparte des Konzerns nicht mehr 2004 unter Dach und Fach kommen werde, sagte ein Analyst.

Im TecDax sorgten schwache Umsätze bei fehlenden Nachrichten für eine uneinheitliche Tendenz. Zu den Verlierern zählten Aktien des Internet-Dienstleisters freenet und der Mutter mobilcom. freenet-Aktien verloren 4,38 Prozent auf 18,79 Euro, mobilcom gaben 2,14 Prozent auf 16,49 Euro ab. Händler begründeten das mit Gewinnmitnahmen, da sich die Werte zuletzt gut entwickelt hätten.

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