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Aktien Frankfurt Schluss: Dax schließt nach US-Konjunkturdaten nahe Tagestief

Unerwartet stark gestiegene Erzeugerpreise in den USA haben die Frankfurter Börse am Dienstag deutlich belastet.

dpa-afx FRANKFURT. Unerwartet stark gestiegene Erzeugerpreise in den USA haben die Frankfurter Börse am Dienstag deutlich belastet. Nach einem lustlosen Frühhandel zeichnete der Deutsche Aktienindex Dax ab dem Nachmittag den Abwärtstrend der Wall Street nach und schloss um 0,41 Prozent schwächer bei 4 117,22 Punkten. Während der MDax um 0,34 Prozent auf 5 189,04 Zähler nachgab, sank der TecDax um 1,22 Prozent auf 509,82 Punkte.

Im Oktober waren die Erzeugerpreise nach Angaben des US-Arbeitsministeriums um 1,7 Prozent gestiegen, während Volkswirte nur mit einem Anstieg um 0,6 Prozent gerechnet hatten. Für die Börsianer wird nun eine weitere Leitzinsanhebung der Notenbank in Washington noch vor Weihnachten wahrscheinlicher, was die Kreditaufnahme verteuern und die Konjunktur entsprechend belasten würde.

Trotz des günstigen Umfelds mit guten Unternehmensnachrichten und einem nachgebenden Ölpreis schloss der Dax damit nahe des Tagestiefs bei 4 107 Zählern. Zugleich sei der hohe Eurokurs wieder stärker ins Blickfeld gerückt, berichteten Händler.

Die Aktien der Deutsche Lufthansa AG büßten nach Verkäufen institutioneller Anleger als schwächster Dax-Wert 2,32 Prozent auf 10,54 Euro ein. Auch die anderen europäischen Fluggesellschaften wurden durchgehend mit Kursverlusten gehandelt. Allianz-Aktien gaben 0,80 Prozent auf 91,96 Euro ab. Ein Händler sprach von Gewinnmitnahmen, nachdem eine Investmentbank die Aktie herabgestuft hatte.

Aktien der Münchner Rückversicherung verloren 0,44 Prozent auf 82,10 Euro. Der Konzern hatte bestätigt, dass in den USA zwei Aufsichtsbehörden die US-Tochter im Zuge des Skandals um illegale Kommissionszahlungen an Makler vorgeladen hätten.

Der Kurs der Aktie der Deutschen Telekom sank um 0,25 Prozent auf 15,86 Euro. An die Spitze des Kurszettels setzten sich Konsumwerte. Aktien von adidas AG-Salomon gewannen 1,08 Prozent auf 117,50 Euro, während Henkel-Vorzüge um 0,74 Prozent auf 62,57 Euro kletterten.

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