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Aktien Frankfurt Schluss: Dax schließt vor US-Wahlergebnis etwas fester

Geprägt von der starken Zurückhaltung der Anleger vor der Präsidentenwahl in den USA hat der Deutsche Aktienindex Dax am Dienstag etwas fester geschlossen. Der Leitindex gewann 0,62 Prozent auf 4 037,57 Punkte.

dpa-afx FRANKFURT. Geprägt von der starken Zurückhaltung der Anleger vor der Präsidentenwahl in den USA hat der Deutsche Aktienindex Dax am Dienstag etwas fester geschlossen. Der Leitindex gewann 0,62 Prozent auf 4 037,57 Punkte. Während der MDax um 0,53 Prozent auf 5 112,11 Punkte zulegte, zog der TecDax um 0,62 Prozent auf 505,90 Punkte an.

Die Kurse der Aktienmärkte werden dabei weniger von der Frage bewegt werden, ob Amtsinhaber George W. Bush oder Herausforderer John Kerry das Rennen macht. Anleger fürchten sich in erster Linie vor einem Wahlchaos wie vor vier Jahren, das schwere Turbulenzen an den Märkten nach sich ziehen könnte. "Es ist ruhig, weil sich viele Anleger wegen der US-Wahl zurückhalten", sagte Postbank-Händler Norbert Pütz. Bevor das Wahlergebnis feststehe, wolle sich niemand aus dem Fenster lehnen. Ein Münchner Aktienhändler sagte, er habe kaum Aufträge von Großanlegern gesehen.

In Frankfurt stiegen Tui-Aktien mit plus 2,78 Prozent auf 16,62 Euro an die Dax-Spitze. Die Papiere der Lufthansa AG kletterten um 1,55 Prozent auf 10,51 Euro. Händler verwiesen auf den deutlichen Rückgang des Ölpreises. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Nachmittag 46,93 Dollar. Das ist ein Rückgang von 0,34 Prozent oder 0,16 Dollar zum Vortagesschluss.

Bis zur Wahlentscheidung rechnen Händler nicht mehr mit größeren Bewegungen beim Ölpreis. Die Anleger an den Rohstoffmärkten würden zunächst den Ausgang des Urnengangs abwarten, hieß es. Mit einem Wahlsieg des Herausforderers John Kerry werde sich der Ölpreis nach Einschätzung von Experten weiter von seinen Höchstständen verabschieden. Kerry sei eher als George W. Bush bereit, die strategischen Ölreserven der USA anzuzapfen und damit den hohen Ölpreisen entgegenzuwirken.

Die Aktien von Fresenius Medical Care (FMC) profitierten nur kurz von erwartungsgemäß ausgefallenen Quartalszahlen. Nach anfänglichen Kursgewinnen drehte das Papier des Dialyse-Spezialisten ins Minus und verlor 0,33 Prozent auf 60,90 Euro. FMC hatte zwar die Prognose angehoben, HVB-Analyst Christian Cohrs nannte dies jedoch wenig überraschend, da der bisherige Ausblick sehr vorsichtig gewesen sei. Der Kurs der Muttergesellschaft Fresenius AG stieg im MDax um 0,49 Prozent auf 68,18 Euro.

Der Kurs der Deutschen Bank AG stieg um 1,43 Prozent auf 60,99 Euro. Neben charttechnischen Gründen verwies der Händler auf die Quartalsbilanz der Schweizer Großbank UBS: "UBS hat solide Ergebnisse gebracht." Hypovereinsbank stiegen um 0,13 Prozent auf 15,20 Euro und Commerzbank um 0,14 Prozent auf 14,23 Euro.

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