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Aktien Frankfurt Schluss: Dax über 4 000 Punkten - Fallender Ölpreis beflügelt

Ein starker Rückgang des Ölpreises hat den deutschen Aktienmarkt zum Handelsende beflügelt und dem Leitindex Dax zum Sprung über die 4 000 Punkte-Marke verholfen. Erstmal seit dem 11. Oktober schloss er damit über dieser Hürde.

dpa-afx FRANKFURT. Ein starker Rückgang des Ölpreises hat den deutschen Aktienmarkt zum Handelsende beflügelt und dem Leitindex Dax zum Sprung über die 4 000 Punkte-Marke verholfen. Erstmal seit dem 11. Oktober schloss er damit über dieser Hürde. Nachdem der Handel den größten Teil des Montages überaus ruhig verlaufen war, sprang der Dax mit dem Absinken des Rohölpreises um 1,32 Prozent auf 4 012,64 Punkte. Der MDax stieg um 0,69 Prozent auf 5 085,04 Zähler. Der TecDax legte 1,30 Prozent auf 502,76 Punkte zu.

Nachrichten über eine Ausweitung der irakischen Ölproduktion und eine geringe Streikbereitschaft der Ölarbeiter in Nigeria hatten den Ölpreis am Montag stark unter Druck gesetzt. Der Preis für einen Barrel der Nordseesorte Brent rutschte gegen 17.30 Uhr um 4,76 Prozent oder 2,33 Dollar auf 46,70 Dollar. Händlern zufolge erreichte die irakische Ölproduktion den höchsten Stand seit dem Ende des Krieges. Zudem wollen die nigerianischen Ölarbeiter wollen nach unbestätigten Berichten einer Streikaufforderung der Gewerkschaft für den 16. November nicht nachkommen.

Wegen Allerheiligen - in weiten Teilen Deutschlands ein Feiertag - war der Umsatz an den Frankfurter Aktienmärkten bis eine Stunde vor Börsenschluss gering. Der Handel verlief ruhig, da viele Anleger dem Markt fern geblieben waren.

Vor allem defensive Titel gewannen an Wert. RWE-Aktien stiegen mit einem Plus von 2,96 Prozent auf 42,75 Euro an die Spitze des Kurszettels. Eon gewannen 1,93 Prozent auf 65,01 Euro.

Die Aktien von SAP wechselten am Mittag in die Gewinnzone, nachdem der US-Konkurrent Oracle das Übernahmeangebot für Peoplesoft um drei auf 24 Dollar je Aktie erhöht hatte. SAP schlossen mit 0,97 Prozent fester bei 134,82 Euro.

Hypovereinsbank büßten 0,98 Prozent auf 15,18 Euro ein. Branchenkreisen zufolge wird die Bank an diesem Donnerstag voraussichtlich ihre Jahresprognose zurücknehmen. Bankchef Dieter Rampl hatte Mitte Oktober gesagt, dass das Handelsumfeld für die Bank schwierig bleibe, er aber in Bezug auf das Jahresziel beim Betriebsgewinn "vorsichtig optimistisch" sei.

Kritische Analystenstimmen und enttäuschende September-Zahlen zum deutschen Großhandel belasteten die Metro-Aktien . Die Titel verloren 1,68 Prozent auf 36,80 Euro und waren damit der schwächste Dax-Wert. Bereits am Freitag war der Kurs von Deutschlands größtem Handelsunternehmen nach einer enttäuschenden Quartalsbilanz um mehr als zwei Prozent gefallen.

Die Aktien des Chipherstellers Infineon verbilligten sich um 1,05 Prozent auf 8,45 Euro, nachdem Goldman Sachs sinkende Verkaufspreise für Dram-Speicherchips vorausgesagt hatte.

Im MDax schossen Beru-Aktien nach einem Übernahmeangebot um 13,03 Prozent auf 67,90 Euro in die Höhe. Der US-Autozulieferer Borg Warner bietet 67,50 Euro je Beru-Aktie.

Im TecDax sprangen die Aktien der Teles AG im späten Handel um mehr als fünfzehn Prozent und setzten sich damit an die Spitze der Kursgewinner. Sie schlossen mit plus 15,82 Prozent bei 7,10 Euro. Der Internet-Dienstleister will sein Grundkapital verringern und mindestens 23 Mill. Euro an seine Aktionäre ausschütten. Bis Mitte 2005 soll mindestens ein Euro pro Aktie ausgezahlt werden, "nach heutigem und sehr gut begründetem Erkenntnisstand sogar steuerfrei", so das Unternehmen.

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