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Aktien Frankfurt Schluss: Deutsche Börsen beenden Handel deutlich geschwächtDPA-Datum: 2004-07-06 18:23:46

FRANKFURT (dpa-AFX) - Belastet von hohen Verlusten bei Einzelwerten wie Henkel haben die deutschen Standardaktien den Handel am Dienstag deutlich geschwächt beendet. Der Leitindex DAX < DAX.ETR > verlor 1,27 Prozent auf 3.944,88 Punkte. Für den MDAX < MDAX.ETR > der mittelgroßen Werte ging es um 0,76 Prozent auf 5.008,66 Punkte nach unten. Der TecDAX < TDXP.ETR > fiel um 1,61 Prozent auf 561,33 Punkte.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Belastet von hohen Verlusten bei Einzelwerten wie Henkel haben die deutschen Standardaktien den Handel am Dienstag deutlich geschwächt beendet. Der Leitindex DAX < DAX.ETR > verlor 1,27 Prozent auf 3.944,88 Punkte. Für den MDAX < MDAX.ETR > der mittelgroßen Werte ging es um 0,76 Prozent auf 5.008,66 Punkte nach unten. Der TecDAX < TDXP.ETR > fiel um 1,61 Prozent auf 561,33 Punkte.

Die Aktien von Henkel < HEN3.ETR > waren nach der reduzierten Umsatzprognose für 2004 mit Abstand das Schlusslicht im DAX. Der Kurs des Konsumgüterherstellers verlor 5,75 Prozent auf 65,40 Euro. Henkel sieht 2004 nur noch ein organisches Wachstum von etwa 2 Prozent, erwartet aber weiter ein Wachstum beim Ergebnis je Aktie von knapp 10 Prozent. "Die Umsatzwarnung hat die Aktien von Henkel stark belastet", sagte ein Händler.

Der Markt ignorierte Händlern zufolge, dass das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in diesem und im kommenden Jahr in Deutschland ein deutlich höheres Wirtschaftswachstum als bislang erwartet. Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Wachstumsprognosen für Deutschland nach oben revidiert.

Der DAX gelte als "angeschlagen", nachdem das Börsenbarometer unter 3.979 Punkte gesunken sei, sagte ein Händler einer Frankfurter Großbank. Zudem hielten sich die Anleger einen Tag vor dem Beginn der Berichtssaison in den USA zurück.

Vergleichsweise gut hielten sich die Automobilwerte, obwohl der Verband der Automobilindustrie (VDA) die Inlandsprognose für das laufende Jahr auf Vorjahresniveau gesenkt hatte. Die Anleger setzten wohl eher auf den Exporterfolg der Autobauer, sagte ein Händler einer Frankfurter Großbank. Als stärkster DAX-Wert gewannen Volkswagen < VOW.ETR > 0,27 Prozent auf 33,67 Euro. DaimlerChrysler < DCX.ETR > büßten 0,62 Prozent auf 36,72 Euro ein. Kräftiger nach unten ging es für die BMW-Aktie < BMW.ETR > mit minus 1,37 Prozent auf 35,26 Euro.

Infineon < IFX.ETR > verloren 2,25 Prozent auf 10,44 Euro. Der Konzern nimmt keine Stellung zu einem Bericht der IG Metall über die mögliche Auslagerung der Maschinenwartung bei dem Chipbauer. In dem Internet-Forum der Gewerkschaft für Infineon-Beschäftigte hatte es geheißen, dass von einer möglichen Auslagerung rund 700 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Regensburg, Perlach sowie im österreichischen Villach betroffen wären.

Aktien der deutschen Banken standen in dem schwachen Gesamtmarkt ebenfalls auf der Verliererseite. Der mögliche Zusammenbruch des russischen Yukos-Konzerns < YUSA.MUN > spiele dabei jedoch keine Rolle, sagten Händler. Deutsche Banken hatten dem von der Insolvenz bedrohten russischen Ölkonzern Kredite in zweistelliger Millionenhöhe gewährt. HypoVereinsbank < HVM.ETR > verbilligten sich um 2,80 Prozent auf 13,56 Euro, während der Kurs der Commerzbank < CBK.ETR > um 2,17 Prozent auf 13,95 Euro nachgab. Für die Aktien der Deutschen Bank < DBK.ETR > ging es um 1,48 Prozent auf 61,99 Euro hinab.

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