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Aktien Frankfurt Schluss: Etwas leichter - Versicherer sehr schwach

Hohe Verluste bei den Versicherern Allianz und Münchener Rück haben den deutschen Leitindex Dax am Freitag belastet. Für zusätzlichen Druck habe der anhaltend hohe Ölpreis gesorgt, sagten Börsianer.

dpa-afx FRANKFURT. Hohe Verluste bei den Versicherern Allianz und Münchener Rück haben den deutschen Leitindex Dax am Freitag belastet. Für zusätzlichen Druck habe der anhaltend hohe Ölpreis gesorgt, sagten Börsianer. Die Ölpreise gaben zwar wegen Gewinnmitnahmen leicht nach, verharrten aber angesichts niedriger Heizölbestände in den USA nahe ihrer Rekordstände.

Der deutsche Leitindex Dax verlor 0,47 Prozent auf 3 922,11 Punkte. Im Wochenvergleich gab der Index rund drei Prozent nach. Der MDax verlor 0,25 Prozent auf 5 050,59 Punkte und der TecDax büßte 0,46 Prozent auf 494,58 Zähler ein. Die aus den USA veröffentlichten Konjunkturdaten konnten indes den deutschen Leitindex helfen, seine Verluste zu begrenzen. Vor allem die US-Einzelhandelsumsätze gaben Auftrieb, da sie im September stärker als erwartet gestiegen waren.

"Neben dem hohen Ölpreis drückten heute vor allem die Versicherungswerte den Dax", sagte Aktienstratege Klaus Stabel vom Wertpapierhandelshaus ICF Kursmakler in Frankfurt. Er verwies dabei auf eine Meldung, dass der New Yorker Staatsanwalt Eliot Spitzer Anklage gegen einen führenden US-Versicherungsmakler erhoben hat. Das habe mit den deutschen Unternehmen jedoch nichts zu tun und die US-Tochter der Münchener Rück sei eigenen Angaben zufolge nicht angeklagt, sagte er. Deshalb seien die Verluste der Versicherer ungerechtfertigt. Münchener Rück büßten als schwächster Dax-Wert 4,42 Prozent auf 73,80 Euro ein und Allianz gaben um 3,62 Prozent auf 80,98 Euro nach.

Ungeachtet der erzielten Einigung über ein Rettungspaket brachen die Papiere von Karstadt-Quelle um 9,25 Prozent auf 10,60 Euro ein und notierten damit in der Nähe ihres Rekordtiefs vom März 2003. Damals war das Papier bis auf 10,22 Euro gefallen. Händler verwiesen auf den Einfluss der jüngsten Kapitalerhöhung, die zu einem unerwartet starken Verwässerungseffekt führen könnte.

Angetrieben von einer erhöhten Prognose für 2005 stieg die Continental-Aktie im späten Handel um 2,20 Prozent auf 42,25 Euro. "Der Ausblick von Conti für 2005 hat sich verbessert", sagte ein Händler. Das honoriere der Markt mit kräftigen Aufschlägen. Der Autozulieferer steigerte im dritten Quartal den operativen Gewinn (Ebit) im zweistelligen Prozentbereich und hob die Prognose für das kommende Jahr an. Für 2005 sei er sicher, dass Conti "Umsatz und Ertrag des Jahres 2004 toppen werde", sagte Continental-Vorstandschef Manfred Wennemer. Bislang war der Konzern davon ausgegangen, die Vorjahreswerte lediglich erreichen, aber nicht übertreffen zu können.

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