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Aktien Frankfurt Schluss: Fest - Dax bleibt weiter knapp unter Jahreshoch

Die Aktien an der Frankfurter Börse haben am Montag überwiegend zugelegt. Weitere spürbar positive Impulse nach überraschend guten Konjunkturdaten aus den USA blieben jedoch aus, so dass der Dax unter seinem Jahreshoch von 4 233,52 Punkten blieb.

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktien an der Frankfurter Börse haben am Montag überwiegend zugelegt. Weitere spürbar positive Impulse nach überraschend guten Konjunkturdaten aus den USA blieben jedoch aus, so dass der Dax unter seinem Jahreshoch von 4 233,52 Punkten blieb. Der Leitindex ging mit plus 1,07 Prozent auf 4 219,24 Punkte aus dem Handel. Der TecDax gewann 0,25 Prozent auf 510,02 Punkte. Der MDax schloss fast unverändert mit plus 0,09 Prozent auf 5 306,06 Punkten.

"Die weitere Unterstützung für den Dax aus den USA heute ist ausgeblieben", sagte ein Händler der BW Bank in Stuttgart. Die Handelsumsätze seien außerdem insgesamt recht gering gewesen. "Ausnahmen waren vor allem Daimler-Chrysler, Siemens und SAP", sagte er. An die erhoffte Jahresend-Rally glaubt auch er nicht mehr so recht. Vor allem der schwache Dollar würde hier belasten.

An der Index-Spitze legten die Papiere des Autozulieferers Continental AG um 2,34 Prozent auf 46,44 Euro zu. Daimler-Chrysler gewannen 2,33 Prozent auf 35,17 Euro. Daimler-Chrysler und General Motors werden gemeinsame Hybrid-Antriebssysteme für Personenwagen entwickeln. "Die Aktie hat außerdem in den vergangenen Wochen eingebüßt und nun Nachholbedarf", sagte der BW-Bank-Händler.

SAP-Aktien profitierten von der Übernahme des US-Software-Herstellers Peoplesoft durch Oracle und gewannen 1,28 Prozent auf 134,75 Euro. Oracle Corp. übernimmt nach einer mehr als eineinhalb Jahre andauernden Übernahmeschlacht nun seinen kleineren Konkurrenten und SAP-Wettbewerber Peoplesoft für rund 10,3 Mrd. Dollar (7,8 Mrd. Euro).

Schlusslicht im Dax war das Papier der Deutschen Börse AG mit minus 4,00 Prozent auf 42,75 Euro. Der Frankfurter Börsenbetreiber hat einen erneuten Übernahmevorstoß gewagt und will die London Stock Exchange (LSE) für rund 1,9 Mrd. Euro übernehmen. "Der Preis ist hoch, aber er ist zu stemmen", sagte ein Experte. Allgemein hieß es zudem, dass die Synergieeffekte aus einer solchen Übernahme beträchtlich seien. Die LSE jedoch lehnte das Angebot als zu niedrig ab, will aber die Gespräche mit den Frankfurtern vertiefen.

EADS büßten im MDax um 3,77 Prozent auf 22,19 Euro ein und waren damit der schwächste Wert im Index. Der am Freitagabend veröffentliche Ausblick des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns hatte die Analystenerwartungen enttäuscht. Zahlreiche Investmentbanken senkten daraufhin ihr Anlageurteil, unter ihnen auch Goldman Sachs.

Im TecDax gewannen Teles wegen des Verkaufs seines Internetdienstleistungsbereichs (Webhosting) an freenet.de 11,84 Prozent auf 8,50 Euro. freenet.de zahlt dafür 132 Mill. Euro an Teles und schließt mit dem Kauf zu United Internet auf. Die freenet-Aktie gab um 0,97 Prozent auf 16,42 Euro nach.

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