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Aktien Frankfurt Schluss: Fest - Sinkender Ölpreis gibt Auftrieb

Sinkende Ölpreise haben den deutschen Aktienmärkten am Mittwoch Auftrieb gegeben. Der Leitindex Dax gewann 0,98 Prozent auf 3 920,36 Punkte. Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es um 0,73 Prozent auf 5 022,95 Punkte nach oben. Der TecDax stieg um 1,60 Prozent auf 491,80 Punkte.

dpa-afx FRANKFURT. Sinkende Ölpreise haben den deutschen Aktienmärkten am Mittwoch Auftrieb gegeben. Der Leitindex Dax gewann 0,98 Prozent auf 3 920,36 Punkte. Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es um 0,73 Prozent auf 5 022,95 Punkte nach oben. Der TecDax stieg um 1,60 Prozent auf 491,80 Punkte.

Die Ölpreise hatten sich am späten Nachmittag wegen eines überraschenden Anstiegs der US-Rohöllagerbestände deutlich von ihren Rekordständen gelöst. Das habe den Börsen weltweit etwas Luft verschafft, sagte ein Händler. Unterstützend wirkten sich auf den deutschen Markt zudem eine Reihe positiver Meldungen, wie aus dem Pharmasektor, aus.

Die Aktien der Darmstädter Merck Kgaa reagierten mit einem deutlichen Kursplus auf das beschleunigte Zulassungsverfahren in den USA für ihren Krebsimpfstoff L-Blp25. Das Papier der Pharma- und Spezialchemiegruppe stieg um 2,77 Prozent auf 45,63 Euro. "In der Branche wird für den Impfstoff zwei bis drei Jahre nach erfolgreicher Markteinführung ein jährlicher weltweiter Jahresumsatz von rund 250 Mill. Euro erwartet", sagte eine Frankfurter Analystin.

Auch andere Pharmawerte waren gefragt: So gewannen Bayer 1,41 Prozent auf 22,22 Euro. Eine von Bayer und der US-Firma Onyx Pharmaceuticals hergestellte Arzneimittel-Substanz hat Leberkrebs-Tumore schrumpfen lassen oder die Erkrankung stabilisiert.

Basf-Aktien profitierten von einem positiven Analystenkommentar profitiert. Die Papiere des Chemieunternehmens verteuerten sich um 3,52 Prozent auf 47,65 Euro und setzten sich damit an die Dax-Spitze. Die Analysten von JP Morgan hätten sich nach einer Roadshow von Basf sehr positiv zu dem Unternehmen geäußert und ihren Kunden die Aktien als "Trading Buy" empfohlen, sagten Aktienhändler. Dies habe das Interesse einiger Anleger neu geweckt. Die Anlageempfehlung der Investmentbank ist "Overweight".

Dagegen waren die Post-Aktien das Schlusslicht im Dax. Händler nannten als Hauptgrund die bislang schwache Entwicklung der Logistiktochter DHL in den USA. Die Post-Aktie fiel um 4,49 Prozent auf 15,74 Euro. Belastend wirkten einem Händler der SEB in Frankfurt zufolge auch die Gerüchte über den Kauf der Logistik-Tochter von Karstadt-Quelle .

Das Papier des schwer angeschlagenen Einzelhändlers brach um 6,14 Prozent auf 13,00 Euro ein. Mit seinem Sanierungsprogramm steht Karstadt-Quelle aus Sicht von Analysten vor einer Herkules-Aufgabe. Kapitalmarktexperten begrüßten zwar einhellig die von Vorstandschef Christoph Achenbach am Dienstag in Essen vorgestellten Pläne, bezeichneten sie aber zugleich als "sehr ambitioniert".

Der Titel des weltgrößten Rückversicherers Münchener Rück zeigte nur eine begrenzte Reaktion auf die Vorlage erster Schadensprognosen für die Hurrikan-Serie in den USA. Die Aktie fiel leicht ins Minus, reagierte aber weitaus gelassener als etwa jene des Konkurrenten Swiss Re , die in der vergangenen Woche nach entsprechenden Daten heftig eingebrochen war. Das Papier der Münchener Rück schloss mit einem Verlust von 0,04 Prozent auf 77,98 Euro.

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