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Aktien Frankfurt Schluss: Gut behauptet - Motivationsloser Handel

Die meisten deutschen Aktien haben am Dienstag während eines lustlosen Handelsverlaufs überwiegend leichte Gewinne verbucht. Nach der kräftigen Talfahrt zum Wochenstart schloss der Leitindex Dax mit plus 0,20 Prozent auf 3 862,26 Punkte.

dpa-afx FRANKFURT. Die meisten deutschen Aktien haben am Dienstag während eines lustlosen Handelsverlaufs überwiegend leichte Gewinne verbucht. Nach der kräftigen Talfahrt zum Wochenstart schloss der Leitindex Dax mit plus 0,20 Prozent auf 3 862,26 Punkte. Der MDax büßte 0,19 Prozent auf 4 983,23 Zähler ein und der TecDax gab um 0,17 Prozent auf 492,26 Zähler nach.

Die deutschen Indizes schwankten den Tag über in einer engen Spanne um den Vortagesschluss herum. Unterstützung kam vor allem von den Indexschwergewichten aus der Versicherungsbranche.

"Das war ein ziemlich motivationsloser Tag. Nur am Nachmittag ist kurzfristig etwas mehr Bewegung in den Markt gekommen, als die enttäuschenden Daten zum US-Verbrauchervertrauen veröffentlicht wurden", sagte ein Frankfurter Händler. Da der Ölpreis und Eurokurs trotz leichter Rückgänge weiter auf hohem Niveau lägen, habe es auch von dieser Seite her keine Impulse für den Dax oder auch den Eurostoxx-Index gegeben.

Schwächster Wert im Dax war die Aktie des Dialyse-Spezialisten Fresenius Medical Care , die 2,38 Prozent auf 60,20 Euro verlor. Metro-Papiere hingegen stiegen an der Index-Spitze um 2,37 Prozent auf 37,16 Euro. Im MDax gewannen Karstadt-Quelle-Aktien 1,14 Prozent auf 8,90 Euro. Beiersdorf stiegen um 1,29 Prozent auf 72,21 Euro. Händler begründeten die Gewinne der Konsumgüter-Papiere mit den Aussagen des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE). Dieser erwartet in den Monaten November und Dezember eine Milliarde Euro mehr Umsatz als vor einem Jahr.

In den Blick der Anleger gerieten Aktien der Deutschen Telekom und der Deutschen Post . Am Morgen gab es Presseberichte über einen möglichen Tauschhandel zwischen der Bundesregierung und den Unternehmen zur Übernahme von Pensionsverpflichtungen gegen kurzfristige Finanzhilfen. Noch am selben Tag dann gab das Bundesfinanzministerium bekannt, diese Pläne nicht weiter zu verfolgen. Weder die T-Aktie noch die der Post reagierten sonderlich auf diese Mitteilung. Die T-Aktie schloss mit minus 0,41 Prozent auf 14,56 Euro. Die Aktie Gelb gab um 0,59 Prozent auf 15,07 Euro nach.

Commerzbank-Papiere gaben kräftig um 2,18 Prozent auf 14,33 Euro nach. Am Morgen hatten Gerüchte über eine möglicherweise bevorstehende Gewinnwarnung die Aktie belastet. Die Bank wies dies zurück. Am Nachmittag teilte die Commerzbank mit, sie sei eventuell an einem Einstieg im serbischen Bankenmarkt interessiert.

Seitens der Versicherer kam dagegen Auftrieb für den Dax: Die Allianz-Aktien gewannen 1,49 Prozent auf 79,65 Euro, während Münchener-Rück-Papiere mit plus 1,78 Prozent auf 74,19 Euro schlossen. Hannover Rück legten im MDax 3,17 Prozent auf 25,41 Euro zu. Händler verwiesen auf besser als erwartet ausgefallene Prämien-Einnahmen beim schweizerischen Rückversicherer Converium. Zudem wurden die Vorermittlungen des New Yorker Generalstaatsanwalts Eliot Spitzer gegen einen wichtigen US-Versicherungsmakler eingestellt. Diese Ermittlungen gegen Wettbewerbsverstößte hatten die Versicherungswerte in den USA und auch in Europa in jüngster Zeit stark unter Druck gebracht.

Die Aktie des Verkehrstechnikunternehmens Vossloh ging mit minus 0,09 Prozent auf 31,82 Euro aus dem Handel. Händler und Analysten lobten die am Morgen vorgelegten Quartalszahlen, die besser als erwartet ausgefallen waren. Dass die Deutsche Bahn jedoch geplante Ausschreibungen für Lokomotiven zurückgestellt hat, habe den Auftrieb der Vossloh-Aktien gebremst und bis zum Abend gar in leichte Verluste gewandelt, sagte ein Händler.

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