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Aktien Frankfurt Schluss: Gut behauptet - Thyssen-Krupp schwach

Unterstützt von überraschend guten Zahlen des weltgrößten Chipherstellers Intel haben die deutschen Aktien am Mittwoch gut behauptet geschlossen. Allerdings bröckelte im Abendhandel ein Teil der frühen Dax-Gewinne wieder ab.

dpa-afx FRANKFURT. Unterstützt von überraschend guten Zahlen des weltgrößten Chipherstellers Intel haben die deutschen Aktien am Mittwoch gut behauptet geschlossen. Allerdings bröckelte im Abendhandel ein Teil der frühen Dax-Gewinne wieder ab. Belastend wirkten sich Händlern zufolge die hohen Verluste der Aktie von Thyssen-Krupp aus. Mehrere Gerüchte am Aktienmarkt hatten das Papier deutlich sinken lassen.

Der deutsche Leitindex Dax gewann 0,24 Prozent auf 3 976,03 Punkte. Im Handelsverlauf hatte der Index den Sprung über die 4.000er Marke ein paar Mal geschafft. Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es um 0,02 Prozent auf 5 085,74 Punkte nach unten. Der TecDax schloss prozentual unverändert mit 505,79 Punkten.

Thyssen-Krupp-Aktien waren mit einem Verlust von 3,05 Prozent auf 15,89 Euro das Schlusslicht im Dax. Deutschlands größter Stahlhersteller und der Branchenprimus Arcelor wiesen zwar die am Markt kursierenden Gerüchte über Preisabsprachen zwischen den beiden Unternehmen und dem Alukonzern Alcoa zurück; dennoch blieb die Aktie von Thyssen-Krupp unter Druck. Ein Händler sprach zudem von Spekulationen, wonach der Konzern in China einen Auftrag verloren haben könnte.

Die Aktie des Münchener Halbleiterherstellers Infineon profitierte im Dax am stärksten von den Intel-Zahlen. Sie verteuerte sich um 2,55 Prozent auf 8,45 Euro. Im TecDax legten Süss Microtec um 4,03 Prozent auf 6,97 Euro zu.

Europas größter Softwarekonzern SAP will sein Angebot von Analyse-Software ausbauen und damit Nischenanbieter unter Druck setzen. Auch Zukäufe wurden nicht ausgeschlossen. Die HVB wertete das Vorhaben positiv und sagte, dies schärfe das Profil von SAP in diesem Bereich. Die Aktie verteuerte sich um 0,46 Prozent auf 128,24 Euro.

Ein Bericht in "Focus Money" über Marktanteilsverluste im Fußballgeschäft ließ die Aktie des Sportartikel-Herstellers adidas- Salomon kräftig sinken. Das Papier büßte 1,69 Prozent auf 114,73 Euro ein. Das Dementi des Unternehmens sei bisher nicht von der Börse aufgenommen worden, sagte ein Frankfurter Händler.

Der weiter nachgebende Ölpreis verlieh den Autoaktien im Dax kräftig Auftrieb. Zusätzlich profitierten VW-Papiere von neu entfachten Übernahmespekulationen, sagte ein Aktienhändler einer deutschen Großbank. Das VW-Gesetz steht nun auf dem Prüfstand der Brüsseler EU-Kommisssion. Kaum Beachtung schenkten Marktbeobachter hingegen den europäischen PKW-Neuzulassungszahlen. Sie seien bereits im Vorfeld bekannt gewesen und somit in den Aktienkursen berücksichtigt, hieß es bei Händlern.

VW-Papiere verteuerten sich um 2,97 Prozent auf 34,33 Euro und waren damit Dax-Gewinner. BMW legten um 0,66 Prozent auf 33,75 Euro zu. Daimler-Chrysler rutschten dagegen im Handelsverlauf ins Minus und gaben um 0,30 Prozent auf 33,55 Euro ab.

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