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Aktien Frankfurt Schluss: Leichte Verluste - Karstadt-Quelle im Abwärtssog

Die anhaltende Dollar-Schwäche und der hohe Ölpreis haben die deutschen Börsen am Montag etwas unter Druck gesetzt. "Es fehlen die positiven Impulse", sagte ein Börsianer. Auch in den USA sei die Kursentwicklung eher verhalten.

dpa-afx FRANKFURT. Die anhaltende Dollar-Schwäche und der hohe Ölpreis haben die deutschen Börsen am Montag etwas unter Druck gesetzt. "Es fehlen die positiven Impulse", sagte ein Börsianer. Auch in den USA sei die Kursentwicklung eher verhalten.

Die deutschen Aktien haben am Montag leicht verloren. Der deutsche Leintindex Dax gab um 0,26 Prozent auf 4 123,98 Punkte nach. Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es um 0,95 Prozent auf 5 204,03 Punkte nach unten und der TecDax fiel 0,45 Prozent auf 506,72 Punkte.

Für Druck sorgte Händlern zufolge der steigende Ölpreis. Die Sorge vor möglichen Versorgungsengpässen hatte den Rohölpreis weiter in die Höhe getrieben. Aber auch für den Höhenflug des Euro scheint derzeit kein Ende in Sicht. Das Treffen der führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) am Wochenende hatte nicht zu einer grundlegenden Entspannung an den Devisenmärkten geführt. Der Kurs des Euro hielt sich weiter auf Rekordniveau.

Heftige Kursschwankungen bei den Karstadt-Quelle-Aktien sorgten im späten Handel für Aufregung. Der Grund: Die überlebenswichtige Kapitalerhöhung steht völlig überraschend auf der Kippe. Zwei Aktionäre haben auf der außerordentlichen Hauptversammlung beim Notar Widerspruch gegen den Antrag eingelegt, sagte Aufsichtsratschef Thomas Middelhoff.

Bleibe der Einspruch bestehen, könne die Kapitalerhöhung selbst bei einer positiven Abstimmung formal nicht bis Freitag umgesetzt werden. Dann könne der Kredit der Banken über 1,75 Mrd. Euro platzen und die Insolvenz drohen. Die Aktie von Karstadt-Quelle gab daraufhin zeitweise rund fünf Prozent ab und schloss mit minus 3,65 Prozent auf 9,78 Euro.

Infineon Technologies verloren 1,45 Prozent auf 8,86 Euro. Händler verwiesen auf Verkäufe kurzfristig orientierter Anleger und geplante Investitionskürzungen des Konzerns in den USA.

Aktien des Online-Brokers comdirect verloren nach den deutlichen Kursgewinnen der Vorwoche 2,58 Prozent auf 7,18 Euro. "Die Aktien sind in der vergangenen Woche überproportional gestiegen, jetzt sehen wir die Gegenbewegung", sagte ein Analyst. Grundsätzlich blieben die Vorzeichen für die Branche im Augenblick aber gut.

Diese Einschätzung wurde durch die bestätigte Gewinnprognose des comdirect-Chefs für das laufende Jahr untermauert. "Wir werden vor Steuern mehr als 50 Mill. Euro verdienen", sagte der seit kurzem amtierende comdirect-Chef Andre Carls.

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