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Aktien Frankfurt Schluss: Leichter - Terrordrohung bei BA belastet Lufthansa

Belastet von einer schwächeren Wall Street hat der deutsche Leitindex am Donnerstag schwächer geschlossen. Als weitere Belastung werteten Börsianer die Meldung, dass die britische Fluggesellschaft British Airways (BA) wegen einer Terrordrohung einen Flug abbrechen musste.

dpa-afx FRANKFURT. Belastet von einer schwächeren Wall Street hat der deutsche Leitindex am Donnerstag schwächer geschlossen. Als weitere Belastung werteten Börsianer die Meldung, dass die britische Fluggesellschaft British Airways (BA) wegen einer Terrordrohung einen Flug abbrechen musste.

Der deutsche Leitindex Dax verlor 0,70 Prozent auf 3 892,90 Punkte. Der MDax der mittelgroßen Werte fiel um 0,17 Prozent auf 5 014,36 Punkte. Der TecDax legte hingegen um 0,87 Prozent auf 496,09 Punkte zu.

In den USA war der Dow Jones Industrial Average (Djia) wegen massiver Kursverluste bei Merck & Co. unter Druck geraten. Die Aktien des US-Pharmaunternehmens brachen nach dem Rückzug des verkaufsstarken Arthritis- und Schmerzmedikaments Vioxx um fast dreißig Prozent ein. Hintergrund für den Rückzug sind erhöhte Risiken von Herzattacken und Schlaganfällen. Bayer AG fielen um 0,90 Prozent auf 22,02 Euro.

Wegen der wieder anziehenden Ölpreise und der Terrordrohung bei BA gerieten vor allem Lufthansa-Aktien unter Druck. Sie fielen um 1,99 Prozent auf 9,37 Euro. Ein mit 118 Passagieren besetztes Flugzeug der Gesellschaft British Airways hatte am Donnerstag wegen einer Terrordrohung einen Flug von Berlin nach London abgebrochen. Nach BA-Angaben hatte die Fluggesellschaft eine "konkrete Drohung bezüglich des Flugzeugs" erhalten.

Besonderes Interesse hatten Anleger an der Henkel-Aktie , die um 0,54 Prozent auf 59,17 Euro zulegte. Aussagen von Henkel-Chef Ulrich Lehner über Gewinnsteigerungen seien am Markt positiv aufgenommen worden, obwohl diese nur auf die Umstellung der Rechnungslegung zurückzuführen seien, sagten Händler.

Die Aktie der Deutschen Börse war das Schlusslicht im Dax. Analysten sagten, dass einerseits die Konkurrenzbörse Euronext erneut Gebühren gesenkt habe. Andererseits orientiere sich die Schweizer Börse wegen einer Partnerschaft auch in Richtung Paris und London. Die Titel des Frankfurter Börsenbetreibers gaben um 2,61 Prozent auf 40,72 Euro nach.

Metro-Aktien verloren 2,47 Prozent auf 35,93 Euro. Die Probleme von Karstadt-Quelle stünden weiter im Fokus der Börsianer und hielten die Sorgen um die Entwicklung der Einzelhändler hoch, sagte ein Aktienhändler. Hinzu komme eine neue Anleihe von Metro im Volumen von 400 Mill. Euro, die laut Händlern als Belastungsfaktor aber sekundär seien dürfte. Karstadt-Quelle verloren 3,46 Prozent auf 12,55 Euro.

Seinen Ruf als schwacher Börsenmonat wurde der September indes nicht gerecht. Die Bilanz ist nach einem Schlusskurs im Vormonat bei 3 785 Punkten positiv.

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