Archiv
Aktien Frankfurt Schluss: Ölpreis und Höhenflug des Euro drücken Dax ins Minus

Belastet von dem hohen Ölpreis und dem weiter steigenden Euro hat der deutsche Leitindex am Dienstag etwas nachgegeben. Für den Dax ging es um 0,26 Prozent auf 4 113,37 Punkte nach unten.

dpa-afx FRANKFURT. Belastet von dem hohen Ölpreis und dem weiter steigenden Euro hat der deutsche Leitindex am Dienstag etwas nachgegeben. Für den Dax ging es um 0,26 Prozent auf 4 113,37 Punkte nach unten. Der MDax der mittelgroßen Werte gewann 0,31 Prozent auf 5 520,37 Punkte und der TecDax stieg um 1,69 Prozent auf 515,27 Punkte.

"Die Stimmung am Aktienmarkt ist wegen des anhaltend hohen Euro-Kurses von Zurückhaltung geprägt", sagte ein Händler. Der Eurokurs stieg erstmals über 1,31 Dollar. Die von Russland beabsichtigte Erhöhung seiner Euro- Devisenreserven trieb die Gemeinschaftswährung auf ein neues Rekordhoch. In der Spitze stieg der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung bis auf 1,3 105 Dollar. Auch der Ölpreis erklomm neue Höhen und stieg zuletzt auf 50,05 Dollar.

Bayer-Aktien gaben wegen einer kritischen US-Studie zu Lipobay/Baycol um 0,84 Prozent auf 23,75 Euro nach. Der Leverkusener Chemie- und Pharmakonzern hat laut einer US-Studie früher als bislang zugegeben von gefährlichen Nebenwirkungen seines 2001 vom Markt genommenen Cholesterinsenkers Lipobay/Baycol gewusst. Das deutsche Unternehmen habe Beweise zurückgehalten, die den tödlichen Nebeneffekt des Wirkstoffs belegt haben, hieß es im medizinischen "Journal of the American Medical Association". Bayer wies die Vorwürfe zurück und warf den Verfassern Parteilichkeit vor.

Die Aktien des angeschlagenen Einzelhändlers Karstadt-Quelle reagierten mit Kursverlusten auf die weiter unsichere Lage des Unternehmens. Die Titel verloren 0,41 Prozent auf 9,74 Euro. Analysten reagierten skeptisch und teils besorgt auf die Nachrichten. Die außerordentliche Hauptversammlung hatte am Montag die vom Vorstand gewünschte Kapitalerhöhung von 500 Mill. Euro genehmigt. Da es jedoch rund ein halbes Dutzend beglaubigte Widersprüche gegen die Kapitalerhöhung gibt, könne die Transaktion dennoch scheitern.

Titel von T-Online stiegen um 1,52 Prozent auf 9,33 Euro. Trotz der bevorstehenden Übernahme durch den Mutterkonzern Deutsche Telekom hatte der Internetanbieter einen Zehn-Jahresplan veröffentlicht. Danach will sich T-Online besser auf dem umkämpften Markt für Breitband- und IP-Dienste positionieren und Kunden mit Entertainment-Paketen an sich binden. Ein Analyst reagierte indes zurückhaltend auf die Ankündigung. Angesichts der bevorstehenden Wiedereingliederung in den Mutterkonzern sei dies ein "merkwürdiger Schritt". "Eigentlich dürfte die Telekom den Teufel tun, jetzt noch den Preis hochzutreiben."

Für die Aktien der Deutschen Telekom ging es um 1,38 Prozent auf 15,74 Euro nach unten. Im Schadensersatzprozess tausender Kleinanleger gegen den Bonner Konzern hält das Gericht die umstrittene Immobilienbewertung für ungenügend.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%