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Aktien Frankfurt Schluss: Schwach - Karstadt-Quelle auf Berg- und Talfahrt

Belastet von dem hohen Ölpreis haben die deutschen Aktien am Donnerstag deutlich verloren. Am Nachmittag erreichte der Ölpreis in New York ein neues Rekordhoch von 54,60 Dollar je Barrel (159 Liter).

dpa-afx FRANKFURT. Belastet von dem hohen Ölpreis haben die deutschen Aktien am Donnerstag deutlich verloren. Am Nachmittag erreichte der Ölpreis in New York ein neues Rekordhoch von 54,60 Dollar je Barrel (159 Liter).

Der deutsche Leitindex Dax verlor 0,89 Prozent auf 3 940,46 Punkte. Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es um 0,45 Prozent auf 5 063,08 Punkte nach unten. Auffälligster Wert im MDax waren die Aktien von Karstadt-Quelle , die am Tag der Einigung mit der Gewerkschaft auf Berg- und Talfahrt gingen. Der TecDax fiel 1,76 Prozent auf 496,88 Zähler.

Die Quartalsbilanz des weltgrößten Handyherstellers Nokia am Mittag sorgte zwar kurzfristig für kräftige Schwankungen im Dax, doch die Tendenz änderte sich nicht. Auch die teils enttäuschenden US-Konjunkturdaten wirkten sich laut einem Händler kaum aus, obwohl sie überwiegend etwas schwächer ausgefallen sind. Vor allem die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe habe enttäuscht, sagte der Händler.

Nokia habe vor allem mit dem Ausblick des Unternehmens die Stimmung an den Finanzmärkten getrübt, sagte ein Londoner Händler. Dieser habe leicht unter den Erwartungen gelegen. Das belastete die Technologie-Titel wie Infineon , die um 1,54 Prozent auf 8,32 Euro nachgaben und Siemens, die 1,32 Prozent auf 58,91 Euro fielen. Epcos verloren im TecDax 0,39 Prozent auf 12,79 Euro.

Auf Berg und Talfahrt ging die Aktie des angeschlagenen Waren-und Versandhauses Karstadt-Quelle . Das Papier stieg unmittelbar nach der Einigung von Vorstand und Gewerkschaft zeitweise um mehr als sieben Prozent. Als Details zu der Einigung mit der Gewerkschaft bekannt wurden, schmolz allerdings ein großer Teil der Gewinne. Einige Börsianer äußerten sich wegen den am Markt verbleibenden Überkapazitäten kritisch.

Am Abend rutschte das Papier um mehr als fünf Prozent ins Minus, nachdem der Konzern offenbar enttäuschende Details zu der geplanten Kapitalerhöhung bekannt gegeben hatte. Das Papier beendete seine Achterbahnfahrt mit einem Verlust von 3,87 Prozent auf 11,68 Euro.

Unter Druck standen Autowerte, was Händler mit den enttäuschenden Zahlen des weltgrößten Autobauers General Motors (GM) erklärten. Verluste in Nordamerika und Europa sowie ein Gewinnrückgang im Asiengeschäft hatten das Ergebnis von GM im dritten Quartal belastet. Außerdem will der US-Autobauer in Europa rund 12 000 Stellen abbauen.

Daimler-Chrysler verloren 1,76 Prozent auf 32,96 Euro, Volkwagen fielen um 0,09 Prozent auf 34,30 Euro und BMW gaben um 0,18 Prozent auf 33,69 Euro nach.

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