Archiv
Aktien Frankfurt Schluss: Sehr schwach - Starker Euro und hoher Ölpreis

Der starke Euro und der immer neue Höhen erklimmende Ölpreis haben am Montag die deutschen Aktien kräftig belastet. Dass der US-Leitindex am Freitag auf den bislang tiefsten Schlussstand des Jahres gerutscht sei, habe die Stimmung am Aktienmarkt weiter getrübt, sagten Händler.

dpa-afx FRANKFURT. Der starke Euro und der immer neue Höhen erklimmende Ölpreis haben am Montag die deutschen Aktien kräftig belastet. Dass der US-Leitindex am Freitag auf den bislang tiefsten Schlussstand des Jahres gerutscht sei, habe die Stimmung am Aktienmarkt weiter getrübt, sagten Händler. Der überraschend gestiegene ifo-Geschäftsklima-Index hingegen habe keine Rolle für die Investoren gespielt.

Am 75. Jahrestag des so genannten "Schwarzen Freitags" büßte der Dax bis Handelsschluss um 2,05 Prozent auf 3 854,41 Punkte ein. Damit erholte er sich von seinem am Morgen erreichten Tagestief bei 3 839 Punkten. Alle 30 Standardwerte verbuchten Verluste. Der MDax fiel um 1,71 Prozent auf 4 973,63 Punkte und der TecDax verlor 2,23 Prozent auf 491,41 Punkte.

Mit minus 0,58 Prozent auf 61,92 Euro verbuchte die Eon-Aktie die prozentual geringsten Verluste. Daimler-Chrysler gaben als schwächster Dax-Wert um 3,51 Prozent auf 31,63 Euro nach. Der starke Euro, der zeitweise bis auf 1,2 830 Dollar gestiegen war, lastete allgemein auf den Autowerten.

Das Thyssen-Krupp-Papier reagierte kaum auf die Fusionspläne in der Stahlbranche und gab um 1,52 Prozent auf 14,90 Euro nach. Die Stahlunternehmen Ispat International, LNM Holdings und die International Steel Group (ISG) wollen zum größten Stahlkonzern der Welt fusionieren. Thyssen-Krupp-Chef Ulrich Middelmann begrüßte den Zusammenschluss.

Die Aktien des größten deutschen Halbleiterherstellers Infineon Technologies büßten um 2,51 Prozent auf 8,14 Euro ein. Analysten machten vor allem das schwache Marktumfeld verantwortlich. Der Gewinneinbruch im dritten Quartal des südkoreanischen Konkurrenten Hynix spiele allenfalls eine untergeordnete Rolle für die Kursverluste.

Qiagen NV notierten vor Veröffentlichung der Quartalsbilanz an diesem Abend sehr schwach. Die Aktie des Biotechnologie-Unternehmens weitete bis zum Handelsschluss ihre Verluste kräftig aus und schloss mit minus 5,73 Prozent auf 8,39 Euro. Damit war das Papier prozentual der schwächste TecDax-Wert.

Die Aktie von Bilfinger Berger brach im MDax um 8,31 Prozent auf 26,15 Euro ein, nachdem der Baukonzern wegen technischer Schwierigkeiten auf einer Baustelle in den USA seine Jahresprognose nach unten revidierte.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%