Archiv
Aktien Frankfurt Schluss: Uneinheitlich - Naturkatastrophe im Blick

Belastet von den Auswirkungen des Sumatra-Bebens hat sich der deutsche Aktienmarkt am Montag bei sonst dünner Nachrichtenlage etwas leichter entwickelt.

dpa-afx FRANKFURT. Belastet von den Auswirkungen des Sumatra-Bebens hat sich der deutsche Aktienmarkt am Montag bei sonst dünner Nachrichtenlage etwas leichter entwickelt. Der Dax verlor am Abend 0,38 Prozent auf 4 235,36 Punkte - im Verlauf wurde bei 4 261,41 Punkten aber zwischenzeitlich der höchste Stand seit Juli 2002 erreicht. Der MDax gab 0,07 Prozent auf 5 364,19 Zähler, der TecDax gab 0,12 Prozent auf 520,40 Punkte ab.

"Nach anfänglichen Abschlägen wegen der Unsicherheit über die Auswirkungen der Naturkatastrophe in Asien hat sich der Markt schnell stabilisiert", sagte Fidel Helmer von Hauck & Aufhäuser. Das Geschäft sei wegen der Abwesenheit vieler institutioneller Anleger und des Feiertags in London weiter sehr ruhig, wobei die deutschen Standardwerte ihr Rekordniveau gut behaupteten. Ansonsten seien kaum wichtige Nachrichten zu erkennen. Faktoren wie der Rekordstand des Euro und der Ölpreis rückten in den Hintergrund, so Börsianer.

Versicherer standen nach dem schweren Seebeben bei Sumatra im Fokus, reduzierten aber im Verlauf ihre zunächst höheren Kursverluste. Münchener-Rück-Aktien standen mit minus 1,64 Prozent auf 90,00 Euro am Dax-Ende. Nach Angaben der Versicherer sind die Belastungen durch die Katastrophe noch nicht abzuschätzen, Analysten zufolge handele es sich aber um eine Region mit dünner Versicherungsdichte.

Touristik-Werte wurden auch abgegeben. Tui-Papiere verloren 1,06 Prozent auf 17,75 Euro, Lufthansa gaben 0,57 Prozent auf 10,41 Euro ab. Beide Unternehmen erwarten nach eigenen Angaben keine größeren wirtschaftlichen Schäden aus der Flutkatastrophe. Händlern zufolge überwiegt dennoch die Unsicherheit. Der Winter sei eine Hauptreisezeit für die Region und die Reiseveranstalter böten jetzt Stornierungen an.

Im MDax beendeten die Papiere der Hannover Rück den Handel 0,14 Prozent tiefer bei 28,83 Euro. Händler befürchten Belastungen für das Unternehmen durch das schwere Erdbeben und die Flutwellen. Der Rückversicherer selbst hat seine Prognose für 2004 aber am Nachmittag bestätigt. Die Kosten für das Erdbeben wurden im niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich veranschlagt.

Die Papiere des Internet-Dienstleisters freenet.de sprangen mit plus 4,67 Prozent auf 19,05 Euro an die TecDax-Spitze. Börsianer verwiesen auf Spekulationen um bevorstehende Aktienkäufe durch die Mutter mobilcom , nachdem ihr Anteil durch die Übernahme von Strato durch freenet verwässert worden war. Papiere von mobilcom legten 1,76 Prozent auf 16,75 Euro zu.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%