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Aktien Frankfurt: Schwach - Negative Vorgaben belasten; kaum Eigenleben

Belastet von negativen Vorgaben der US-Börsen haben deutsche Aktien am Mittwoch schwach tendiert. Der Dax gab bis zum Mittag 1,24 Prozent auf 3 915,16 Punkte ab - 29 von 30 Werten mussten Verluste hinnehmen.

dpa-afx FRANKFURT. Belastet von negativen Vorgaben der US-Börsen haben deutsche Aktien am Mittwoch schwach tendiert. Der Dax gab bis zum Mittag 1,24 Prozent auf 3 915,16 Punkte ab - 29 von 30 Werten mussten Verluste hinnehmen. Der MDax fiel um 0,19 Prozent auf 5 048,09 Zähler, der TecDax sackte um 1,20 Prozent auf 497,54 Punkte nach unten.

"Die Sitzung am Vortag hätten wir uns sparen können - was der Dax aufgeholt hat gibt er heute wieder ab", sagte ein Frankfurter Aktienhändler. Der Markt folge stur den Vorgaben aus den USA, die wegen dem schwachen Schluss der US-Indizes nahe ihren Tagestiefs und nachbörslich enttäuschenden Nachrichten vom Telekomausrüster Motorola negativ seien. Das mangelnde Eigenleben zeige sich auch in der geringen Schwankungsbreite im Mittagshandel. Aus technischen Gründen sei die Verteidigung der 3 900-Punkte-Marke wichtig.

Stahlwerte standen unter Druck. Schwächster Dax-Wert war Thyssen-Krupp mit minus 3,83 Prozent auf 15,08 Euro, im MDax verloren Salzgitter 4,71 Prozent auf 12,76 Euro. Händlern zufolge nehmen Anleger nach der guten Kursentwicklung im Sommer Gewinne mit. Verstärkt werde diese Tendenz durch Sorgen um eine Wachstumsabschwächung im wichtigen Absatzmarkt China.

Siemens-Aktien verloren 2,09 Prozent auf 58,44 Euro. Lehman hatte die Empfehlung auf "Underweight" und das Kursziel auf 60 Euro gesenkt. Zudem belastet Händlern zufolge das enttäuschende Ergebnis von Motorola. Der weltweit zweitgrößte Handyhersteller hatte trotz eines Ergebnissprungs im dritten Quartal Analysten-Erwartungen verfehlt.

Einziger Dax-Wert im Plus war Tui mit einem Aufschlag von 1,45 Prozent auf 16,11 Euro. Einem Händler zufolge gibt es neben der Entspannung beim Ölpreis keine Nachrichten. Die Umsätze in der Aktie seien relativ gering. Möglicherweise werde auf technisch bedingtes Kaufinteresse spekuliert, nachdem die Aktien auf den höchsten Stand seit Mitte Juni klettern konnten.

Im MDax gerieten Karstadt-Quelle-Aktien mit minus 8,08 Prozent auf 8,76 Euro erneut stark unter Druck. Händlern zufolge ist die Unsicherheit um die Finanzierung der Restrukturierung und die geplante Kapitalerhöhung sehr hoch und viele Börsianer spekulierten auf weiter fallende Kurse. Wincor Nixdorf standen nach einem positiven Analystenkommentar mit plus 2,37 Prozent auf 51,75 Euro an der Indexspitze. Morgan Stanley hatte die Aktie in einer Erststudie mit "Overweight" bei einem Kursziel von 60 Euro eingestuft.

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