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Aktien Frankfurt: Schwach - Öl-Preis, Philips und allgemeine Kaufzurückhaltung

Der hohe Ölpreis, Enttäuschung über Philips-Zahlen und das seit Tagen mangelhafte Käuferinteresse haben den deutschen Aktienindex Dax am Dienstag deutlich unter die 4 000-Punkte-Marke gedrückt. Die unerwartet schwache ZEW-Konjunkturerwartung im Oktober beschleunigte die Talfahrt dabei.

dpa-afx FRANKFURT. Der hohe Ölpreis, Enttäuschung über Philips-Zahlen und das seit Tagen mangelhafte Käuferinteresse haben den deutschen Aktienindex Dax am Dienstag deutlich unter die 4 000-Punkte-Marke gedrückt. Die unerwartet schwache ZEW-Konjunkturerwartung im Oktober beschleunigte die Talfahrt dabei. Das Börsenbarometer gab bis zum Nachmittag um 1,42 Prozent auf 3 960,65 Punkte nach. Der MDax büßte 0,75 Prozent auf 5 092,80 Zähler ein. Der TecDax verlor 1,83 Prozent auf 506,94 Zähler.

"Ich sehe den Hauptgrund für die Marktschwäche darin, dass bereits in den Vortagen das Kaufinteresse spürbar nachgelassen hatte und dem Dax die Impulse nach oben fehlten", sagte ein Händler. 3 900 Punkte könnten nun durchaus erneut getestet werden, sagte er. Die Hoffnung auf eine anhaltende Erholung der Wirtschaft in Deutschland erhielt außerdem zum dritten Mal in Folge einen kräftigen Dämpfer. Laut der monatlichen Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) trübte sie sich im Oktober spürbar ein.

Technologie-Titel wurden belastet von teilweise enttäuschenden Quartalszahlen und dem verhaltenen Ausblick des niederländischen Elektronikherstellers Philips . Infineon litten als prozentual schwächster Dax-Wert mit minus 2,95 Prozent auf 8,22 Euro unter diesen Nachrichten. Siemens gaben um 1,47 Prozent auf 60,45 Euro nach. Die Aktie des TecDax-Schwergewichts Micronas verbilligte sich um 4,86 Prozent auf 31,68 Euro.

Aktien der Autohersteller litten stark unter dem Ölpreis-Hoch. Zudem verwiesen Experten auf die Acea-Zulassungszahlen für Westeuropa, die am Mittwoch schwach ausfallen dürften. Daimler-Chrysler büßten 2,51 Prozent auf 33,47 Euro ein, BMW verloren 2,37 Prozent auf 33,42 Euro und Volkswagen gaben um 0,83 Prozent auf 33,36 Euro nach. Hier gehen die Tarifverhandlungen in die dritte Runde. VW-Verhandlungsführer Josef-Fidelis Senn gab sich optimistisch, dass beim Streit über Beschäftigungssicherung eine Annäherung an die Gewerkschaft erreicht werden kann.

Im MDax verwandelten die Papiere der Hannover Rück ihre kräftigen Verlusten vom Morgen in Gewinne und legten um 0,80 Prozent auf 25,20 Euro zu. Der Rückversicherer hatte vorbörslich erklärt, er könnte nach den hohen Hurrikanschäden seine Gewinnziele für 2004 nicht mehr einhalten. Nach Einschätzung von Händlern seien einige positive Aussagen zu den laufenden Vertragsverhandlungen und zur Dividendenpolitik in den Vordergrund gerückt. Zudem habe die reduzierte Prognose den Markt "nicht völlig überraschend" getroffen.

Gefragt waren auch die Aktien von Schwarz Pharma , die sich um 1,58 Prozent auf 30,85 Euro verteuerten. Der Pharmakonzern veröffentlichte positive Studienergebnissen zu einem Medikament gegen die Nervenkrankheit Parkinson.

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