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Aktien Frankfurt: Schwacher Auftakt der US-Berichtssaison belastet DAXDPA-Datum: 2004-07-08 15:12:59

FRANKFURT (dpa-AFX) - Trotz positiver Konjunkturdaten aus den USA hat die Enttäuschung über den schwachen Start der US-Berichtssaison die deutschen Aktien am Donnerstag belastet. Der Leitindex DAX < DAX.ETR > gab um 0,25 Prozent auf 3.920,90 Punkte nach, während der MDAX < MDAX.ETR > um 0,32 Prozent auf 4.980,50 Zähler verlor. Für den TecDAX < TDXP.ETR > ging es um 1,77 Prozent auf 547,40 Punkte nach unten. Der Markt ignorierte damit augenscheinlich die überraschend deutlich gesunkene Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Trotz positiver Konjunkturdaten aus den USA hat die Enttäuschung über den schwachen Start der US-Berichtssaison die deutschen Aktien am Donnerstag belastet. Der Leitindex DAX < DAX.ETR > gab um 0,25 Prozent auf 3.920,90 Punkte nach, während der MDAX < MDAX.ETR > um 0,32 Prozent auf 4.980,50 Zähler verlor. Für den TecDAX < TDXP.ETR > ging es um 1,77 Prozent auf 547,40 Punkte nach unten. Der Markt ignorierte damit augenscheinlich die überraschend deutlich gesunkene Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA.

"Der Markt liegt da wie eine toter Hund", sagte ein Händler einer Frankfurter Bank. Größere Fondsgesellschaften hätten Anteile verkauft. Er frage sich nun, ob sie mit weiteren Kursverlusten an der Börse rechneten. Ein weiterer Händler sagte, nachdem die Berichtssaison in den USA mit enttäuschenden Zahlen und so genannten Gewinnwarnungen begonnen habe, rechneten die Anleger nun mit weiteren Prognosesenkungen.

Besonders betroffen waren Technologiewerte. Infineon < IFX.ETR > verloren 2,06 Prozent auf 10,00 Euro. Am kommenden Montag endet die Haltefriest für die ehemalige Mutter Siemens. Einige Anleger rechneten damit, dass der Technologiekonzern sich von einem Teil der gehaltenen 19 Prozent trennen könnte, sagte ein Händler. Siemens würde bei einem Verkauf 2 Euro Gewinn je Aktie machen, da die Aktien mit acht Euro in den Büchern stünden, fügte er hinzu.

Kaum besser erging es dem Kurs des weltgrößten Anbieters von betriebswirtschaftlicher Software, SAP < SAP.ETR > . Belastet von den gesenkten Prognosen der US-Konkurrenten Siebel Systems < SEBL.NAS > < SST.FSE > und PeopleSoft < PSFT.NAS > < PSF.FSE > gab der Kurs um 1,69 Prozent auf 125,50 Euro nach.

Deutlich gegen den Trend legten RWE-Papiere < RWE.ETR > um 2,16 Prozent auf 40,61 Euro zu. Am Morgen stuften die Analysten der Dresdner Bank den Versorger ab. Pharmawert Schering < SCH.ETR > zog um 1,14 Prozent auf 48,59 Euro an. Die EU-Pharmaaufsicht ließ den Einsatz eines Hormonmedikamentes für Männer in Europa zu.

Luftfahrtwerte gerieten in ganz Europa unter Druck. Als schwächster DAX-Wert büßten Lufthansa < LHA.ETR > 2,12 Prozent auf 10,61 Euro ein. Händler verwiesen auf den mäßig gestiegenen Ölpreis./

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