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Aktien Frankfurt: Schwächer - Ölpreis und Versicherer belasten

Der von Rekord zu Rekord eilende Ölpreis und starke Verluste bei den Versicherungswerten haben am Freitag den deutschen Aktienmarkt belastet. Zudem herrsche Kaufzurückhaltung vor den am frühen Nachmittag erwarteten zahlreichen Konjunkturdaten aus den USA, sagten Händler.

dpa-afx FRANKFURT. Der von Rekord zu Rekord eilende Ölpreis und starke Verluste bei den Versicherungswerten haben am Freitag den deutschen Aktienmarkt belastet. Zudem herrsche Kaufzurückhaltung vor den am frühen Nachmittag erwarteten zahlreichen Konjunkturdaten aus den USA, sagten Händler. Der deutsche Leitindex Dax gab bis zum Mittag 0,73 Prozent auf 3 911,71 Punkte nach. Der MDax verlor 0,63 Prozent auf 5 031,14 Punkte und der TecDax büßte 0,93 Prozent auf 492,28 Zähler ein.

Sorgen über Rückschläge bei der Entwicklung der Weltkonjunktur würden den Markt belasten, hieß es. "Umso mehr der Ölpreis steigt, umso schwieriger wird es, dessen direkte und indirekte Auswirkungen in den Griff zu bekommen", ließ die Helabatrust verlauten. Ein Ende der Aufwärtstendenz beim Öl sei derzeit nicht absehbar. Bis zur Veröffentlichung zahlreicher US-Konjunkturdaten wie den Erzeugerpreisen, den Einzelhandelsumsätzen oder dem Verbrauchervertrauen der Universität Michigan werde der Handel weiter zurückhaltend verlaufen, sagten Händler voraus.

Versicherer-Titel waren die mit Abstand größten prozentualen Verlierer im Dax. Münchener Rück verloren 3,90 Prozent auf 74,20 Euro und Allianz gaben um 3,24 Prozent auf 81,30 Euro nach. Die New Yorker Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen einen führenden US-Versicherungsmakler erhoben. Genannt wurde in diesem Zusammenhang auch Munich American Risk Partners. Die Verluste beider Dax-Versicherer machten alleine rund die Hälfte der aktuellen Indexverluste aus.

Eon litten unter einer Abstufung durch die UBS und verloren 1,13 Prozent auf 61,38 Euro. Die Bank nahm die Aktie des Versorgers wegen des kräftigen Kursanstiegs in den vergangenen Wochen von "Buy" auf "Neutral" zurück.

MAN-Aktien kletterten nach erfreulichen Aussagen über Auftragseingänge an die Spitze mit plus 1,49 Prozent auf 28,00 Euro. In den ersten neun Monaten setzte sich der Auftragsboom bei dem Maschinenbau- und Nutzfahrzeugkonzern laut dem scheidenden MAN-Chef Rudolf Rupprecht fort. "Das Geschäft ist auch im September gut gelaufen und wir haben in den ersten neun Monaten weiter ein Plus im Auftragsbestand von über 20 Prozent", sagte Rupprecht dem "Handelsblatt".

Ungeachtet der erzielten Einigung über ein Rettungspaket brachen Karstadt-Quelle-Papiere im MDax um 7,36 Prozent auf 10,82 Euro ein. Händler verwiesen auf den Einfluss der jüngsten Kapitalerhöhung, die zu einem unerwartet starken Verwässerungseffekt führen könnte.

Ein bevorstehender Machtkampf im Aufsichtsrat ließ die Aktie des Frankfurter Maschinenbauers mg technologies kräftig verlieren. Sie büßte 5,11 Prozent auf 8,92 Euro ein. Südzucker-Papiere wurden nach Vorlage von Halbjahreszahlen von dem Unternehmensausblick belastet. Die Aktie verbilligte sich um 1,17 Prozent auf 14,40 Euro. "Der Hinweis auf weiter steigende Rohstoffkosten belastet den Kurs", sagte LBBW-Analystin Iris Schäfer.

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