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Aktien Frankfurt: Schwächer - Verluste begrenzt nach ersten US-Konjunkturdaten

Der hohe Ölpreis und kräftige Verluste bei den Versicherungswerten sowie bei Eon und Siemens haben am Freitag den deutschen Aktienmarkt in Minus gezogen. Diese vier Dax-Werte allein seien für drei Viertel aller Verluste im Index verantwortlich, sagte ein Aktienstratege.

dpa-afx FRANKFURT. Der hohe Ölpreis und kräftige Verluste bei den Versicherungswerten sowie bei Eon und Siemens haben am Freitag den deutschen Aktienmarkt in Minus gezogen. Diese vier Dax-Werte allein seien für drei Viertel aller Verluste im Index verantwortlich, sagte ein Aktienstratege. Allerdings halfen die ersten aus den USA veröffentlichten Konjunkturdaten dem deutschen Leitindex, seine Verluste zu begrenzen. Vor allem die US-Einzelhandelsumsätze gaben Auftrieb, da sie im September stärker als erwartet gestiegen waren.

Der deutsche Leitindex Dax gab bis zum Nachmittag 0,79 Prozent auf 3 909,25 Punkte nach. Der MDax verlor 0,58 Prozent auf 5 033,79 Punkte und der TecDax büßte 0,66 Prozent auf 493,58 Zähler ein.

"Neben dem hohen Ölpreis drücken heute vor allem die Versicherungswerte den Dax", sagte Aktienstratege Klaus Stabel vom Wertpapierhandelshaus ICF Kursmakler in Frankfurt. Er verwies dabei auf eine Meldung, dass der New Yorker Staatsanwalt Eliot Spitzer Anklage gegen einen führenden US-Versicherungsmakler erhoben hat. Das habe mit den deutschen Unternehmen jedoch nichts zu tun und die US-Tochter der Münchener Rück sei eigenen Angaben zufolge nicht angeklagt, sagte er. Deshalb seien die Verluste der Versicherer ungerechtfertigt.

Münchener Rück büßten als schwächster Dax-Wert 3,92 Prozent auf 74,18 Euro ein und Allianz gaben um 3,53 Prozent auf 81,05 Euro nach. Aktien des Schwergewichts Eon litten unter einer Abstufung durch die UBS und verloren 1,18 Prozent auf 61,35 Euro. Siemens gaben nach einer Abstufung der WestLB um 0,93 Prozent auf 58,35 Euro nach.

Die Basf-Aktie hingegen stützte den Index mit einem Plus von 0,79 Prozent auf 47,24 Euro.

Ungeachtet der erzielten Einigung über ein Rettungspaket brachen Karstadt-Quelle-Papiere im MDax um 9,50 Prozent auf 10,57 Euro ein. Händler verwiesen auf den Einfluss der jüngsten Kapitalerhöhung, die zu einem unerwartet starken Verwässerungseffekt führen könnte.

Südzucker-Aktien legten nach kräftigen Verlusten am Vormittag zuletzt um 0,55 Prozent auf 14,65 Euro zu. Der Mannheimer Zuckerproduzent hatte Quartalszahlen vorgelegt und mit dem Ausblick die Märkte enttäuscht.

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