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Aktien Frankfurt: Uneinheitlich - Euro und Ölpreis belasten - SAP fest

Im Spannungsfeld positiv aufgenommener Quartalszahlen und negativer Einflüsse von der Währungs- und Ölpreisseite haben sich deutsche Aktien am Donnerstagmittag uneinheitlich entwickelt. Der Dax gewann 0,11 Prozent auf 3 916,53 Punkte.

dpa-afx FRANKFURT. Im Spannungsfeld positiv aufgenommener Quartalszahlen und negativer Einflüsse von der Währungs- und Ölpreisseite haben sich deutsche Aktien am Donnerstagmittag uneinheitlich entwickelt. Der Dax gewann 0,11 Prozent auf 3 916,53 Punkte. Der MDax fiel um 0,20 Prozent auf 5 028,25 Zähler, der TecDax gab 0,29 Prozent auf 498,17 Punkte ab.

"Es ist zermürbend. Wir kommen einfach nicht vom Fleck und die positiven Ansätze werden durch Störfeuer vom Euro und dem Ölpreis immer wieder zunichte gemacht", sagte Thilo Müller von der Landesbank Rheinland-Pfalz. Der Markt handele so wie es das Herbstgutachten dokumentiert habe - die Luft nach oben werde immer dünner. Die Verbesserung gehe weiter, aber mit abnehmender Dynamik.

SAP kletterten nach positiv aufgenommenen Quartalszahlen mit plus 1,66 Prozent auf 132,15 Euro an die Dax-Spitze. "Die Zahlen liegen über den durchschnittlichen Erwartungen des Marktes", sagte ein Händler. Positiv werteten Händler und Analysten vor allem die besser als erwartet ausgefallenen Lizenzumsätze. Unterstützend wirkten auch gute Zahlen vom US-Wettbewerter Siebel Systems . JP Morgan bestätigte in einer ersten Reaktion die "Overweight"-Empfehlung mit dem Kursziel 170 Euro.

Die Aktien von Schering gingen nach der Vorlage von Geschäftszahlen auf Berg- und Talfahrt. Zunächst profitierten die Aktien von einem höher als erwartet ausgefallenen Gewinn dank überraschend guter Umsätze mit der Anti-Baby-Pille Yasmin. Dann drückte die gesenkte Umsatzprognose für das Multiple-Sklerose-Medikament Betaferon die Aktie zeitweise ins Minus, sagten Händler. Zuletzt stand wieder ein plus von 0,12 Prozent auf 50,21 Euro zu Buche.

Allianz-Titel verloren 0,96 Prozent auf 79,07 Euro. Die weitere Unsicherheit um die Untersuchungen des New Yorker Generalstaatsanwalts Eliot Spitzer gegen die führenden Versicherer in den USA belasteten, sagten Händler. Lufthansa gaben 0,73 Prozent auf 9,52 Euro ab, da der Ölpreis wieder anzieht und laut Händlern die Stimmung für den Verkehrswert belastet.

Auch Autowerte rutschten wegen des hohen Ölpreisniveaus und dem mehrmonatigen Hoch beim Euro ins Minus. BMW-Aktien verloren 0,48 Prozent auf 33,40 Euro zu, Volkswagen gaben 0,40 Prozent auf 34,93 Euro ab. Im frühen Handel hatte die Aktie noch von einem Bericht im "Handelsblatt" profitiert, wonach eine Einigung mit dem malaysischen Autobauer Proton bevorsteht. VW-Modelle sollen ab 2005 in dem asiatischen Land aus Bausätzen montiert werden.

Im MDax kletterten Vossloh-Aktien mit plus 4,66 Prozent auf 32,12 Euro an die Spitze. Die Analysten von UBS hatten den Titel von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft. Die Papiere der comdirect Bank legten nach der Vorlage von Geschäftszahlen 3,53 Prozent auf 5,87 Euro zu. Der Online-Broker hatte zwar im dritten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang verbucht, der aber weniger gravierend ausfiel als von Börsianern befürchtet.

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