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Aktien Frankfurt: Uneinheitlich - Sumatra-Beben im Blick; dünne Umsätze

Mit den Auswirkungen des Sumatra-Bebens im Blick sind die deutschen Aktienindizes am Montag bei sonst dünner Nachrichtenlage um ihren Vortagesschluss gependelt.

dpa-afx FRANKFURT. Mit den Auswirkungen des Sumatra-Bebens im Blick sind die deutschen Aktienindizes am Montag bei sonst dünner Nachrichtenlage um ihren Vortagesschluss gependelt. Der Dax gewann am Mittag 0,18 Prozent auf 4 259,23 Punkte - im Handelsverlauf wurde bei 4 260,54 Punkten der höchste Stand seit Juli 2002 erreicht. Der MDax verlor 0,16 Prozent auf 5 359,63 Zähler. Der TecDax gab 0,14 Prozent auf 520,30 Punkte ab.

"Nach anfänglichen Abschlägen wegen der Unsicherheit über die Auswirkungen der Naturkatastrophe in Asien hat sich der Markt schnell stabilisiert", sagte Fidel Helmer, Aktienhändler bei Hauck & Aufhäuser. Das Geschäft ist wegen der Abwesenheit vieler institutioneller Anleger und des Feiertags in London weiter sehr ruhig, wobei die deutschen Standardwerte ihr Rekordniveau gut behaupten. Ansonsten seien kaum wichtige Nachrichten zu erkennen, klassische Faktoren wie der Rekordstand des Euro und der Ölpreis rückten in den Hintergrund, hieß es.

Versicherer stehen nach dem schweren Sumatra-Beben im Fokus. Einem Händler zufolge werden vor allem für die Rückversicherer größere Belastungen erwartet. Münchener Rück rutschten mit minus 1,97 Prozent auf 89,70 Euro ans Dax-Ende. Allianz , die weniger betroffen sein dürften, verloren 0,27 Prozent auf 97,59 Euro. Bisher sind die Belastungen durch das verheerende Beben in Südostasien nach Angaben von Versicherern aber noch nicht abzuschätzen, hieß es am Morgen. Vermutlich würden sich die Belastungen aber in Grenzen halten, da es sich um eine Region mit relativ dünner Versicherungsdichte handele.

Touristik-Werte wurden wegen des Bebens ebenfalls abgegeben. Tui-Aktien verloren 1,56 Prozent auf 17,66 Euro, die Aktien der Lufthansa gaben 0,48 Prozent auf 10,42 Euro ab. Beide Unternehmen erwarten nach eigenen Angaben keine wirtschaftlichen Schäden aus Flutkatastrophe. Händlern zufolge überwiege dennoch die Unsicherheit. Der Winter sei eine Hauptreisezeit für die Region und die Reiseveranstalter böten die Stornierung von Buchungen sowie frühzeitige Rückflüge an.

An der Indexspitze standen zumeist ohne erkennbare fundamentale Nachrichten SAP-Aktien mit einem Aufschlag von 0,81 Prozent auf 132,45 Euro. Altana gewannen 0,80 Prozent auf 45,55 Euro, BMW legten 0,81 Prozent auf 33,53 Euro zu. Deutsche Bank verteuerten sich nach der Bekanntgabe von Immobilienverkäufen um 0,73 Prozent auf 65,07 Euro.

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