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Aktien Frankfurt: Verluste - Autowerte und Lufthansa schwach, Stimmung getrübt

Steigende Ölpreise und ein fester Euro haben die Kurse an der Frankfurter Börse am Donnerstag erheblich belastet. Händler sprachen von einer deutlichen Eintrübung der Stimmung, nachdem der Index innerhalb von 24 Stunden um fast 100 Punkte gefallen ist. Der Dax gab zuletzt um 0,90 % auf 3 906,12 Punkte nach. Der MDax der mittelgroßer Werte sank um 1,27 % auf 4 994,86 Zähler, während der Technologieindex TecDax um 1,87 % auf 487,63 Punkte sank.

dpa-afx FRANKFURT. Steigende Ölpreise und ein fester Euro haben die Kurse an der Frankfurter Börse am Donnerstag erheblich belastet. Händler sprachen von einer deutlichen Eintrübung der Stimmung, nachdem der Index innerhalb von 24 Stunden um fast 100 Punkte gefallen ist. Der Dax gab zuletzt um 0,90 % auf 3 906,12 Punkte nach. Der MDax der mittelgroßer Werte sank um 1,27 % auf 4 994,86 Zähler, während der Technologieindex TecDax um 1,87 % auf 487,63 Punkte sank.

"Gestern hat der Dax noch einen Anlauf auf die 4 000 Punkte versucht. Heute geht die Angst vor einem Sturz unter 3 900 Zähler um", sagte ein Aktienhändler in München. Mit den aktuellen Verlusten gehe eine "gehörige Verunsicherung" einher. Wie vorsichtig die Anleger geworden seien, verdeutliche der Blick auf den kräftig steigenden Rentenmarkt, fügte er an.

Ungeachtet des stabilen und meist positiven Nachrichtenflusses vom Pariser Autosalon blieb der Ölpreis bestimmender Faktor für die Kurse deutscher Autoaktien. So sanken Volkswagen um 1,50 % auf 31,43 ? und Daimlerchrysler gaben um 1,14 % auf 33,87 ? nach. BMW sanken um 1,84 % auf 33,62 ? und die Porsche-Aktie gab im amtlichen Handel trotz guter Zahlen um 1,42 % auf 520 ? nach. "Autoaktien stehen zweifellos im Rampenlicht, wie schon am Vortag. Der Ölpreis drückt aber kräftig auf die Branche und macht dabei keinen Unterschied", sagte ein Aktienhändler.

Ebenso schwach tendierte die Aktie der Deutschen Lufthansa , die mit einem Verlust von 2,21 % auf 9,28 ? zu den Schlusslichtern im Dax zählte. Die Anleger hätten Aktien verkauft, weil sie eine Beteiligung der Gesellschaft an den angeschlagenen Konkurrenten Swiss und Alitalia befürchteten, sagte ein Händler. Der Ölpreis spiele dabei kaum eine Rolle, während eine morgendliche Computerpanne des Abfertigungssystems kurzfristige Kosten verursachte und den Kurs am Vormittag zusätzlich belastet hatte. 33 Flüge mit rund 3 000 Passagieren waren bis zum Mittag gestrichen worden.

Defensive Aktien aus der Pharma- und Konsumgüterbranche stiegen gegen den Trend, obgleich die Gewinne zusehends schmolzen. Schering stiegen als Spitzenwert um 0,78 % auf 49,05 ?. Versorger Eon wurde bei 58,83 nahezu unverändert gehandelt. Hingegen fiel die bis dahin sehr robuste Continental-Aktie kräftig ins Minus zurück und gab um 1,84 % auf 45,89 ? nach. Der französische Konkurrent Michelin plant einer Studie zufolge eine Marktoffensive in Deutschland, berichteten Händler.

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