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Aktien Frankfurt: Vor US-Zinsentscheidung in Wartestellung - Lufthansa gesuchtDPA-Datum: 2004-06-29 15:03:33

FRANKFURT (dpa-AFX) - Bei geringen Umsätzen hat sich der DAX am Dienstag kaum von der Stelle bewegt. Vor der erwarteten Leitzinsanhebung der US-Notenbank am Mittwoch kam es nicht zu großen Engagements der Anleger, sagten Händler. Entsprechend konnten bereits kleinere Aufträge einzelne Aktienkurse markant bewegen.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Bei geringen Umsätzen hat sich der DAX am Dienstag kaum von der Stelle bewegt. Vor der erwarteten Leitzinsanhebung der US-Notenbank am Mittwoch kam es nicht zu großen Engagements der Anleger, sagten Händler. Entsprechend konnten bereits kleinere Aufträge einzelne Aktienkurse markant bewegen.

Der DAX < DAX.ETR > gab bis zum Nachmittag um 0,25 Prozent auf 4.059,22 Punkte nach, während der MDAX < MDAX.ETR > um 0,22 Prozent auf 5.097,50 Punkte weiter anstieg. Der TecDAX < TDXP.ETR > sank um 0,38 Prozent auf 575,15 Punkte. Analysten rechnen mit einer Leitzinserhöhung in den USA um 0,25 Prozentpunkte auf 1,25 Prozent. Entscheidender sind Händlern zufolge aber Hinweise über das künftige Tempo der Leitzinserhöhungen in den USA. Zinserhöhungen gelten als Gift für die Aktienmärkte, da sie die Rendite festverzinslicher Anlagen im Vergleich zur Börse erhöhen.

DAX-Spitzenwert Deutsche Lufthansa < LHA.ETR > stieg um 3,12 Prozent auf 11,23 Euro. Die im MDAX notierten Aktien von EADS < EDS.ETR > gewannen 1,17 Prozent auf 23,25 Euro. Beide Unternehmen werden einen Frachterdienst mit Antonov- und Airbus-Beluga-Flugzeugen für Militärtransporte der europäischen NATO-Staaten aufbauen. Branchenkenner schätzten den Auftragswert auf eine Milliarde Euro.

Hingegen litt der Aktienkurs der Deutschen Börse AG < DB1.ETR > unter unbestätigten Gerüchten über schwache Handelsumsätze in den vergangenen Wochen. Der Kurs fiel mit 2,09 Prozent Verlust auf 42,26 Euro an die letzte Position im DAX zurück. "Es ist natürlich ein schwieriges Umfeld", sagte der Händler, und verwies auch auf den steigenden Konkurrenzdruck auf dem US-amerikanischen Markt, wo die Deutsche Börse über die Eurex US vertreten ist. Dort drehe sich die Preisspirale im Moment weiter nach unten, erklärte der Händler.

Grundsätzlich äußerten sich Händler aber verhalten optimistisch, da der DAX am Montag wichtige Marken souverän überschritten habe und das erreichte Niveau halten kann: "Gelingt es dem DAX nachhaltig über 4.050 Punkte zu steigen, gibt es Potenzial bis an das bisherige Jahreshoch", hieß es in einer Markteinschätzung.

Autowerte zählten zwar zu den schwächeren Aktien im DAX, konnten sich aber von frühen Tiefständen lösen. So gaben DaimlerChrysler < DCX.ETR > um 1,18 Prozent auf 38,49 Euro nach. Volkswagen-Aktien < VOW.ETR > sanken um 0,23 Prozent auf 34,61 Euro, während BMW < BMW.ETR > sich im Branchenvergleich mit einem Plus von 0,17 Prozent auf 36,18 Euro stabil hielten. Die Autokonjunktur kommt nach Ansicht von Experten nicht in Schwung. Es wird mit einem neuen Krisenjahr mit stagnierenden oder rückläufigen Absatzzahlen gerechnet.

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