Aktien legen Verschnaufpause ein
Neuer Markt eröffnet fester

Am Neuen Markt in Frankfurt haben die Aktien am Donnerstagmorgen nach der Talfahrt vom Vortag eine Verschnaufpause eingelegt. Nach den starken Kursverlusten vom Mittwoch hat sich das Wachstumssegment der Deutschen Börse in den ersten 20 Handelsminuten leicht erholt.

dpa/afx FRANKFURT. Der Nemax 50 legte in diesem Zeitraum 2,41 % zu. Das Barometer der 50 Spitzenwerte am Neuen Markt stand damit bei 1 741,71 Punkten. Der alle Werte umfassende Nemax All Share gewann zeitgleich 2,12 % auf 1 842,10 Zähler.

Der Nemax All Share umfasst seit Donnerstagmorgen 339 Werte, da mit der LS Telcom eine weiteres Unternehmen den Sprung an den Neuen Markt gewagt hat. Die Anteile des Lichtenauer Softwarentwicklers kosteten wenige Minuten nach dem Handelsstart 10,30 Euro, nachdem sie zu 12,50 Euro platziert wurden.

Aus den USA kommen am Donnerstagmorgen negative Signale: Die Aktien im Nasdaq-Composite-Index hatten am Mittwoch nach einer Berg- und Talfahrt mit einem Minus von 2,12 % bei 1 972,09 Punkten geschlossen. Der Industriewerte-Index Dow-Jones hatte im Tagesverlauf 3,08 % verloren und stand zum Börsenschluss erstmals seit Oktober 2000 unter der psychologisch wichtigen Marke von 10 000 Zählern.



Direktbanken im Mittelpunkt



In Frankurt standen im Morgenhandel die Aktien der Online-Bank Comdirect im Blickpunkt. Die Commerzbank-Tochter hat vor Beginn des Börsenhandels die Geschäftszahlen für das vergangene Jahr vorgelegt. Der Netto-Gewinn von von 2,7 Mill. Euro nach 10,5 Mill. Euro im vergangenen Jahr war gar nicht nach dem Geschmack der Investoren. Die Papiere der Quickborner Bank verloren innerhalb von 25 Minuten 2,7 % auf 10,80 Euro.

Die Aktien der beiden anderen im Nemax 50 notierten Direktbanken Consors und Direkt Anlage Bank konnten sich dem Abwärtstrend entziehen und konnten leicht zulegen. Die Münchener Direkt Anlage Bank gewann 4,74 % auf 22,11 Euro; die Nürnberger Consors-Bank legte 0,41 % auf 24,20 Euro zu. Die im Nemax Share notierte italienische Bipop-Carire-Gruppe notierte am Donnerstagmorgen unverändert bei 4,70 Euro. Die italienische Bankengruppe hatte in diesem Jahr die deutsche Online-Bank Entrium übernommen.



Steil abwärts ging es mit dem Softwareunternehmen Brain International. Das Papier verlor in der ersten halben Handelsstunde 8,28 % auf 3,10 Euro, nachdem die Baader Wertpapierhandelsbank zuvor bekannt gegeben hatte, dass sie nicht mehr die Stimmrechtsmehrheit an dem Breisacher Unternehmen halte. Genauere Angaben über die Reduzierung des Aktienanteils an der im Nemax All Share notierten Gesellschaft hat die bayerische Bank nicht gemacht.

Heyde auf der Verliererseite



Zu den Gewinnern im Morgenhandel gehörte Lion Bioscience . Die Anteile des Bioinformatik-Unternehmens gewann in den ersten Handelsminuten 9,27 % auf 26,88 Euro, nachdem das im Nemax 50 notierte Heidelberger Unternehmen zuvor bekannt gegeben hatte, dass die Übernahme der US-amerikanischen Trega Biosciences abgeschlossen sei.

Auf der Verliererseite innerhalb des Nemax 50 standen in der ersten Handelsstunde die Papiere der Internet-Beteiligungsgesellschaft United Internet und des Softwareherstellers Heyde. United Internet verlor 4,26 % auf 3,60 Euro und Heyde notierten rund 40 Minuten nach Handelsbeginn mit einem Minus von 3,25 % bei 2,98 Euro.

Bei beiden Werten gebe es allerdings keine Neuigkeiten, sagte ein Händler einer Frankfurter Bank. Es seien eher zufällige Kursbewegungen. Überhaupt müsse sich erst im Tagesverlauf zeigen, ob der Kursaufschwung am Morgen so kurzfristig wie am Tag zuvor sei, als die Indizes erst zulegen konnten und dann kräftig verloren hatten. "Wie immer hängt das vor allem von der Entwicklung in den USA ab", sagte er.

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