Aktien legten nachbörslich kräftig zu
Intel und AMD heben Umsatzprognosen an

Mit Intel und Advanced Micro Devices (AMD) haben die beiden führenden Chiphersteller ihre Umsatzprognosen für das laufende Quartal angehoben. Beide US-Konzerne begründeten dies am Donnerstag nach US-Börsenschluss mit der starken Nachfrage nach ihren Produkten. Die Aktien verzeichneten nachbörslich jeweils deutliche Kursgewinne.

Reuters NEW YORK. Branchenprimus Intel kündigte für das vierte Quartal einen Umsatz zwischen 6,7 Mrd. und 6,9 Mrd. Dollar an, nach einer Prognose von 6,2 Mrd. bis 6,8 Mrd. Dollar im Oktober. "Die Nachfrage nach Intel-Mikroprozessoren war besser als erwartet, und zwar im Rahmen der normalen saisonalen Bandbreiten", hieß es in einer Mitteilung des Konzerns.

Analysten hatten bei Intel bereits mit einer erhöhten Umsatzprognose gerechnet, nachdem sich Finanzchef Andy Bryant in der vergangenen Woche zuversichtlich über die Quartalsumsätze geäußert hatte. Die durchschnittlichen Expertenprognosen für das laufende Quartal beliefen sich einer Umfrage von Thomson Financial/First Call zufolge bislang auf einen Umsatz von 6,59 Mrd. Dollar bei einem operativen Gewinn von zehn Cent je Aktie. Intel-Aktien verbesserten sich im nachbörslichen Handel auf 34,80 Dollar, nach einem Schlusskurs in den regulären Sitzung von 34,16 Dollar.

Athlon XP beflügelt AMD-Umsatz

AMD, der weltweit zweitgrößte Produzent von Microprozessoren für Computer, erwartet eigenen Angaben zufolge dank der starken Nachfrage nach seinem neuen Chip Athlon XP für das vierte Quartal einen Umsatz, der um zehn Prozent über dem Wert des Vorquartals von 765,9 Mill. Dollar liegt. Im vergangenen Monat hat das Unternehmen noch einen stagnierenden bis um eine hohe einstellige Prozentrate wachsenden Umsatz vorausgesagt.

Den Angaben vom Donnerstag zufolge rechnet das Unternehmen, dass der Umsatz mit Microprozessoren, den zentralen Chips in Personalcomputern, Rekordwerte erreichen werde. AMD hat in diesem Bereich einen Marktanteil von etwa 20 %. Zum Ausblick teilte der Konzern weiter mit, die Rückkehr in die Gewinnzone weiterhin für das zweite Quartal 2002 zu erwarten. Die AMD-Aktien sprangen nachbörslich auf 17,80 Dollar, nachdem sie die den regulären Börsenhandel mit 16,25 Dollar beendet hatten.

National Semiconductor reduziert Verlust stärker als erwartet

Der US-Halbleiterhersteller National Semiconductor wies unterdessen für das abgelaufene zweite Quartal seines Geschäftsjahres einen geringeren Verlust als von Analysten erwartet aus. Für die drei Monate zum 25. November gab Unternehmen vor Börsenschluss einen Verlust von 46,6 Mill. Dollar oder 26 Cent je Aktie bekannt, nach einem Gewinn von 106,7 Mill. Dollar im Vorjahreszeitraum. Von Thomson Financial/First Call befragte Analysten hatten im Schnitt einen höheren Verlust von 31 Cent je Aktie erwartet. Der Umsatz fiel nach Firmenangaben im Berichtszeitraum um 38 % auf 366,5 Mill. Dollar. Die Aktien des Unternehmens schlossen an der Wall Street mit einem Plus von gut sechs Prozent auf 34,60 Dollar.

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