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Aktien London Schluss: Etwas schwächer - Greenspan-Aussagen belasten

Schwache Vorgaben von der Wall Street und Kursverluste bei Pharmawerten haben die britischen Aktienwerte zum Wochenausklang belastet. Der Ftse-100-Index schloss 0,93 Prozent niedriger bei einem Stand von 4 760,80 Zählern.

dpa-afx LONDON. Schwache Vorgaben von der Wall Street und Kursverluste bei Pharmawerten haben die britischen Aktienwerte zum Wochenausklang belastet. Der Ftse-100-Index schloss 0,93 Prozent niedriger bei einem Stand von 4 760,80 Zählern. Händler verwiesen auf Aussagen des US-Notenbankchefs Alan Greenspan, die Sorgen über die anhaltende Dollarschwäche genährt hätten. Greenspan hatte gesagt, das riesige US-Leistungsbilanzdefizit könnte zu einem geringeren Interesse an Dollar-Anlagen führen. Es bestehe zwar weltweit immer noch die Bereitschaft, US-Wertpapiere zu kaufen, sagte Greenspan in Frankfurt am Main. Es wäre jedoch falsch anzunehmen, dass dies so bleiben müsste.

Unterdessen standen Pharmawerte im Blick, nachdem Aussagen der US-Gesundheitsbehörde FDA für Wirbel gesorgt hatten. Die FDA zog Aussagen eines hochrangigen Mitarbeiters über mögliche weitere Untersuchungen als Folge des Vioxx-Skandals zurück. Der stellvertretender FDA-Direktor für den Bereich Wissenschaft und Medizin, David Graham, hatte am Donnerstagabend bei einer Anhörung vor dem US-Repräsentantenhaus gesagt, auch die Medikamente Crestor von Astrazeneca , Meridian von Abbott und Severent von Glaxosmithkline , Bextra von Pfizer und Accutane von Roche hätten Risikopotenzial.

Astrazeneca gaben um 9,38 Prozent auf 2 145,00 Pence nach. Merrill Lynch bestätigte den Wert mit "Buy" - die Diskussion um Crestor seien nicht neu, hieß es von den Analysten. Glaxosmithkline fielen um 3,78 Prozent auf 1 147,00 Pence. Die Werte bildeten die Schlussgruppe des Leitindex.

Auch der Wert der Dixons Group verzeichnete deutliche Verluste und setzte damit den Trend der vergangenen Tage fort. Das Papier gab um 2,42 Prozent auf 151,25 Pence nach. Händlern zufolge litt Dixones unter schlechten Branchennachrichten - so hatte etwa die Deutsche Bank William Morrison von "Hold" auf "Sell" abgestuft. William Morrison gaben um 1,32 Prozent auf 224,00 Pence nach.

Deutliche Gewinne verzeichneten hingegen Werte von Fonds-Managern. Amvescap Plc kletterten um 3,15 Prozent auf 336,00 Pence und standen an der Spitze des Ftse 100. Die Aktie der Man Group legte um 1,82 Prozent auf 1 456,00 Pence zu. Auch der Wert der WPP Group lag in der Führungsgruppe des Index mit einem Plus von 1,81 Prozent auf 590,00 Pence. Händler verwiesen auf ermunternde Aussagen des Finanzvorstandes.

Presseberichten zufolge steht der britische Nachrichten- und Informationsanbieter Reuters Group vor dem Verkauf seiner Mehrheitsbeteiligung am US-Institutsbroker Instinet. Die UBS habe ein entsprechendes Beratungsmandat erhalten, hieß es. Die Aktie stieg um 2,06 Prozent auf 409 Pence.

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