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Aktien London Schluss: Gut behauptet - Konjunkturdaten belasten

Der Aufwärtstrend an der Börse in London hat sich am Donnerstag nach negativ bewerteten Konjunkturdaten deutlich abgeschwächt. Händler verwiesen zudem auf Gewinnmitnahmen nach dem Aufwärtstrend an den Börsen in den vergangenen Tagen.

dpa-afx LONDON. Der Aufwärtstrend an der Börse in London hat sich am Donnerstag nach negativ bewerteten Konjunkturdaten deutlich abgeschwächt. Händler verwiesen zudem auf Gewinnmitnahmen nach dem Aufwärtstrend an den Börsen in den vergangenen Tagen. Der britische Leitindex Ftse legte um 0,27 Prozent auf 4 642,80 Punkte zu.

In den USA waren die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der zurückliegenden Woche deutlich stärker als erwartet gestiegen. Außerdem hatte die chinesische Notenbank überraschend und erstmals seit neun Jahren die Leitzinsen angehoben. Grund für die Zinserhöhung war die Sorge vor einer Überhitzung der boomenden Wirtschaft Chinas.

Unter letzterer Nachricht litten vor allem Minenwerte. China sei der Motor bei der Nachfrage nach Metallen, sagten Händler. Die Zinserhöhung sei ein Schock für den Markt gewesen. BHP Billiton gaben um 3,71 Prozent auf 558,00 Pence nach, Xstrata um 6,57 Prozent auf 839,00 Pence. Die Aktien von Rio Tinto verloren 2,80 Prozent auf 1 423,00 Pence. Die Werte lagen allesamt in der Schlussgruppe des britischen Leitindex.

Die Aktie des britischen Pharmaunternehmens Glaxosmithkline fiel nach der Vorlage von Quartalszahlen in die Verlustzone. Die Aktien gaben um 0,26 Prozent auf 1 148,00 Pence nach. Das Geschäft mit dem wichtigen Asthmamedikament Advair war hinter den Erwartungen des Marktes zurückgeblieben. Imperial Chemical Industries (ICI) gaben um 2,42 Prozent auf 211,50 Pence nach. Das Unternehmen hatte bei der Vorlage von Quartalszahlen weitere Preiserhöhungen angekündigt.

An der Spitze des Leitindex setzte sich die Aktie der Fondsgesellschaft Amvescap Plc fest mit einem Plus von 8,44 Prozent auf 298,75 Pence. Die Geschäftszahlen im abgelaufenen Quartal seien nicht so schlecht ausgefallen wie befürchtet, sagten Händler in London.

Auch Shell-Aktien verzeichneten nach der Vorlage von Zahlen Gewinne. Sie legten um 2,77 Prozent auf 435,50 Pence zu, nachdem das Unternehmen die Zusammenlegung des niederländischen und britischen Unternehmensteils zu einer Einheit bekannt gegeben hatte. Zugleich war der Bericht zum dritten Quartal unerwartet gut ausgefallen.

Der starke Rückgang des Ölpreises auf unter 52 Dollar je Barrel in Asien sorgte für Kursgewinne bei den europäischen Luftfahrtwerten. British Airways zogen um 3,87 Prozent auf 214,50 Pence an und waren damit zweitstärkster Wert im Ftse 100. Die Aktien der irischen Ryanair wurden 3,11 Prozent über dem Vortag mit 3,98 Pence gehandelt.

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