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Aktien Moskau Schluss: Schwach - Yukos-Topmanager verlassen Russland

Der russische Aktienmarkt hat am Donnerstag wieder unter dem Druck negativer Nachrichten über den angeschlagenen Ölkonzern Yukos gestanden. Nach aktivem Geschäft notierte der RTS-Interfax-Index des Computerhandels in Moskau mit minus 2,44 Prozent bei 632,44 Punkten.

dpa-afx MOSKAU. Der russische Aktienmarkt hat am Donnerstag wieder unter dem Druck negativer Nachrichten über den angeschlagenen Ölkonzern Yukos gestanden. Nach aktivem Geschäft notierte der RTS-Interfax-Index des Computerhandels in Moskau mit minus 2,44 Prozent bei 632,44 Punkten. Der Umsatz stieg leicht auf 33,692 Mill. Dollar (25,499 Mill. Euro).

Die Nachricht, dass ausländische Yukos-Topmanager Russland aus Angst vor Festnahmen verlassen, habe panikartige Verkäufe von Yukos-Papieren ausgelöst, sagten Händler. Alle anderen Ölwerte seien in Mitleidenschaft gezogen worden. Belastet habe auch die jüngste Erklärung von Energieminister Viktor Christenko, nach der sich die Reform der Stromwirtschaft in Russland wesentlich verlangsame, hieß es in Moskau.

Zum Handelsschluss brachen Yukos um 17,04 Prozent auf 1,12 Dollar ein. Papiere von Russlands größtem Stromversorger EES Rossii stürzten um 7,89 Prozent auf 0,2 685 Dollar. Werte des weltweit größten Gasproduzenten Gasprom gaben im Parketthandel an der St. Petersburger Effektenbörse um 1,66 Prozent auf 81,03 Rubel (2,170 Euro) nach.

Aktien des derzeit größten russischen Ölkonzerns Lukoil verbilligten sich um 0,94 Prozent auf 31,7 Dollar. Werte des sibirischen Ölkonzerns Surgutneftegas rutschten um 4,94 Prozent auf 0,7 795 Dollar ab. Papiere des Ölunternehmens Sibneft (Sibirien) schlossen 1,82 Prozent leichter bei 2,7 Dollar. Titel der Ölgesellschaft Tatneft (Tatarstan) fielen um 10,68 Prozent auf 1,47 Dollar.

Aktien des Bunt- und Edelmetallproduzenten Norilsk Nickel waren mit plus 3,39 Prozent auf 58,0 Dollar der einzige Tagessieger. Werte der Telefongesellschaft Rostelekom notierten mit minus 4,05 Prozent bei 2,18 Dollar. Mit Papieren des regionalen Stromversorgers Mosenergo wurden keine Abschlüsse getätigt. Titel der halbstaatlichen Sparkasse Sberbank verloren 3,68 Prozent auf 471,0 Dollar./

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