Archiv
Aktien Moskau Schluss: Verluste - Justiz greift weiter durch

Das steuerrechtliche Vorgehen der russischen Justiz gegen russische Unternehmen hat die Stimmung auf dem russischen Aktienmarkt auch am Donnerstag weitgehend geprägt.

dpa-afx MOSKAU. Das steuerrechtliche Vorgehen der russischen Justiz gegen russische Unternehmen hat die Stimmung auf dem russischen Aktienmarkt auch am Donnerstag weitgehend geprägt. Nach einem aktiven Geschäft notierte der RTS-Interfax-Index des Computerhandels in Moskau mit minus 4,87 Prozent bei 546,11 Punkten. Der Umsatz verringerte sich auf 36,176 Mill. Dollar.

Nach den Steueransprüchen an den zweitgrößten russischen Mobilfunkanbieter Vimpelcom vom Vortag habe die Steuerbehörde am Donnerstag jetzt auch von der Yukos-Tochter Tomskneft Steuernachzahlungen für 2001 in Gesamthöhe von 3,2 Mrd. Rubel (85,7 Mill. Euro) gefordert, hieß es in Moskau. Das Risiko, dass der russische Staat auch gegen andere russische Firmen nach dem Yukos-Muster vorgehe, werde immer größer, meinten Analysten in Moskau. Trotzdem schlossen Yukos als einziger Tagessieger mit plus 5,0 Prozent bei 1,05 Dollar, während die anderen Blue Chips zum Teil hohe Verluste hinnehmen mussten.

Werte des weltweit größten Gasproduzenten Gasprom verbilligten sich im Parketthandel an der St. Petersburger Effektenbörse um 3,54 Prozent auf 76,5 Rubel (2,049 Euro). Papiere von Russlands größtem Stromversorger EES Rossii fielen um 3,35 Prozent auf 0,26 Dollar.

Aktien des größten russischen Ölkonzerns Lukoil rutschten um 8,22 Prozent auf 26,25 Dollar ab. Werte des sibirischen Ölkonzerns Surgutneftegas verzeichneten einen kräftigen Abschlag von 7,45 Prozent auf 0,627 Dollar. Papiere des Ölkonzerns Sibneft (Sibirien) verloren 5,45 Prozent auf 2,6 Dollar. Mit Titeln der Ölgesellschaft Tatneft (Tatarstan) wurden keine Abschlüsse registriert.

Aktien des Bunt- und Edelmetallproduzenten Norilsk Nickel gaben um 5,85 Prozent auf 44,25 Dollar nach. Werte der Telefongesellschaft Rostelekom notierten 2,26 Prozent schwächer bei 1,73 Dollar. Für Papiere des regionalen Stromversorgers Mosenergo hatten die Investoren kein Interesse. Titel der halbstaatlichen Sparkasse Sberbank büßten um 4,3 Prozent auf 445,0 Dollar ein.

Die Zentralbank senkte den amtlichen Wechselkurs der russischen Währung zur US-Devise um 5,21 Kopeken auf 28,0 293 Rubel je Dollar (Vortag: 27,9 772). Zum Euro stieg der amtliche Wechselkurs des Rubels um 4,25 Kopeken auf 37,3 238 Rubel (Vortag: 37,3 663).

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%