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Aktien Moskau Schluss: Verluste nach Yukos-Auktion

Nach der umstrittenen Versteigerung von drei Vierteln der Aktien des größten Yukos -Förderbetriebes, Juganskneftegas, an den niemandem bekannten Bieter Baikalfinanzgruppe am vergangenen Sonntag hat der russische Markt zu Beginn der neuen Börsenwoche mit Verlusten geschlossen.

dpa-afx MOSKAU. Nach der umstrittenen Versteigerung von drei Vierteln der Aktien des größten Yukos-Förderbetriebes, Juganskneftegas, an den niemandem bekannten Bieter Baikalfinanzgruppe am vergangenen Sonntag hat der russische Markt zu Beginn der neuen Börsenwoche mit Verlusten geschlossen. Nach trägem Geschäft notierte der RTS-Interfax-Index des Computerhandels in Moskau am Montag mit minus 1,23 Prozent bei 549,02 Punkten. Der Umsatz stieg auf 11,621 Mill. Dollar (8,686 Mill. Euro).

Analysten rätselten darüber, wer hinter der vor ein paar Monaten gegründeten Firma stehen könnte, hieß es in Moskau. Ein Sprecher des staatlich kontrollierten Gasproduzenten Gasprom , der als aussichtsreichster Bieter bei der Auktion gegolten habe, habe erklärt, weder Gasprom noch ihre Tochter Gasprom neft hätten Bezug zur Baikalfinanzgruppe. Spitzenreiter bei den Kursverlusten seien Gasprom und Yukos gewesen, die auch die meisten anderen Blue Chips ins Minus gedrückt hätten, sagten Händler. Zum Börsenschluss brach das Papier des einst größten russischen Ölkonzerns um 25,68 Prozent auf 0,55 Dollar ein.

Gasprom-Werte rutschten im Parketthandel an der St. Petersburger Effektenbörse um 3,17 Prozent auf 73,3 Rubel (1,963 Euro) ab. Papiere von Russlands größtem Stromversorger EES Rossii legten gegen den Tagestrend um 1,25 Prozent auf 0,2 587 Dollar zu.

Aktien des größten russischen Ölkonzerns Lukoil verbilligten sich um 1,12 Prozent auf 26,5 Dollar. Werte des sibirischen Ölkonzerns Surgutneftegas zogen um 0,52 Prozent auf 0,671 Dollar an. Analysten führten den Trend auf Vermutungen zurück, nach denen gerade Surgutneftegas hinter dem Sieger der Yukos-Auktion stehen könnte. Papiere des Ölkonzerns Sibneft (Sibirien) notierten 4,62 Prozent schwächer bei 2,7 Dollar. Mit Titeln der Ölgesellschaft Tatneft (Tatarstan) wurden keine Abschlüsse registriert.

Aktien des Bunt- und Edelmetallproduzenten Norilsk Nickel schlossen 1,0 Prozent leichter bei 46,98 Dollar. Werte der Telefongesellschaft Rostelekom gaben um 0,9 Prozent auf 1,66 Dollar nach. Für Papiere des regionalen Stromversorgers Mosenergo hatten die Investoren kein Interesse. Titel der halbstaatlichen Sparkasse Sberbank gingen mit minus 1,14 Prozent auf 435,0 Dollar aus dem Handel.

Die Zentralbank senkte den amtlichen Wechselkurs der russischen Währung zur US-Devise um 0,96 Kopeken auf 27,8 917 Rubel je Dollar (Freitag: 27,8 821). Zum Euro sank der amtliche Wechselkurs des Rubels um 23,03 Kopeken auf 37,1 880 Rubel (Freitag: 36,9 577)./

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