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Aktien Moskau Schluss: Verluste - Verkauf von Yukos-Tochter geplant

Der Handel am Dienstag stand ganz im Zeichen von Yukos: Nach der Bekanntgabe des Werts des wichtigsten Förderbetriebes des angeschlagenen russischen Ölkonzerns Yukos durch die russische Justiz hat der Moskauer Aktienmarkt mit deutlichen Verlusten geschlossen.

dpa-afx MOSKAU. Der Handel am Dienstag stand ganz im Zeichen von Yukos: Nach der Bekanntgabe des Werts des wichtigsten Förderbetriebes des angeschlagenen russischen Ölkonzerns Yukos durch die russische Justiz hat der Moskauer Aktienmarkt mit deutlichen Verlusten geschlossen. Nach sehr aktivem Geschäft notierte der RTS-Interfax-Index des Computerhandels am Dienstag mit Minus 3,37 Prozent bei 667,24 Punkten. Der Umsatz stieg um ein Drittel auf 32,575 Mill. Dollar (26,458 Mill. Euro).

Die Investmentbank Dresdner Kleinwort Wasserstein habe die sibirische Yukos-Tochter Juganskneftegas auf 10,4 Mrd. Dollar (8,45 Mrd Euro) geschätzt, während Analysten von 15 Mrd. bis 20 Mrd. Dollar ausgegangen seien, sagten Börsianer. Das Yukos-Papier, belastet auch durch die Absicht der Justiz, seit Monaten gesperrte Juganskneftegas-Aktien zur Tilgung der Steuerschuld des Mutterkonzerns in Höhe von 3,73 Mrd. Dollar zu verkaufen, sei zum Börsenschluss um 4,5 Prozent auf 4,985 Dollar gesunken, hieß es in Moskau.

Werte des weltweit größten Gasförderers Gasprom verbilligten sich im Parketthandel an der St. Petersburger Effektenbörse um 2,34 Prozent auf 72,37 Rubel (2,012 Euro). Aktien des größten russischen Stromversorgers EES Rossii schlossen mit einem Minus von 2,93 Prozent bei 0,315 Dollar.

Aktien des derzeit größten russischen Ölkonzerns Lukoil gaben um 3,53 Prozent auf 31,4 Dollar nach. Werte des Ölkonzerns Surgutneftegas (Sibirien) verbuchten einen Verlust von 1,43 Prozent auf 0,7 935 Dollar. Papiere des sibirischen Ölkonzerns Sibneft notierten 2,15 Prozent schwächer bei 3,64 Dollar. Titel der Ölgesellschaft Tatneft (Tatarstan) rutschten um 4,08 Prozent auf 1,765 Dollar ab.

Aktien des Bunt- und Edelmetallproduzenten Norilsk Nickel verzeichneten einen Abschlag von 5,71 Prozent auf 66,0 Dollar. Werte der Telefongesellschaft Rostelekom fielen um 2,54 Prozent auf 2,3 Dollar. Zu stark überbewertete Papiere des regionalen Stromversorgers Mosenergo brachen um 13,25 Prozent auf 0,144 Dollar ein. Titel der halbstaatlichen Sparkasse Sberbank gingen mit minus 3,36 Prozent auf 431,0 Dollar vom Markt.

Die Zentralbank hob den amtlichen Wechselkurs der russischen Währung zur US-Devise um 1,20 Kopeken auf 29,1 152 Rubel je Dollar (Vortag: 29,1 272). Zum Euro sank der amtliche Wechselkurs des Rubels um 3,76 Kopeken auf 35,9 573 Rubel (Vortag: 35,9 197).

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