Archiv
Aktien Moskau Schluss: Verluste - Yukos belasten weiterhin Markt

(dpa-AFX) Moskau - Ungeachtet der Versuche von Händlern, sich von der Entwicklung um den angeschlagenen russischen Ölkonzern Yukos < Yusa.MUN > zu distanzieren, haben dessen sinkende Aktien den russischen Aktienmarkt auch am Mittwoch stark beeinflusst. Nach aktivem Geschäft verlor der RTS-Interfax-Index < Rtsdollarndx.TWI > des Computerhandels in Moskau 5,89 Prozent auf 518,15 Punkte und somit auf den Stand von Anfang Dezember 2003. Der Umsatz verdoppelte sich auf 32,829 Millionen US-Dollar (27,280 Mio Euro).

(dpa-AFX) Moskau - Ungeachtet der Versuche von Händlern, sich von der Entwicklung um den angeschlagenen russischen Ölkonzern Yukos < Yusa.MUN > zu distanzieren, haben dessen sinkende Aktien den russischen Aktienmarkt auch am Mittwoch stark beeinflusst. Nach aktivem Geschäft verlor der RTS-Interfax-Index < Rtsdollarndx.TWI > des Computerhandels in Moskau 5,89 Prozent auf 518,15 Punkte und somit auf den Stand von Anfang Dezember 2003. Der Umsatz verdoppelte sich auf 32,829 Millionen US-Dollar (27,280 Mio Euro).

Die russische Justiz habe den Druck auf den vor der Pleite stehenden Yukos < Yusa.MUN > -Konzern weiter erhöht, hieß es in Moskau. Gerichtsvollzieher hätten die wichtigsten Yukos < Yusa.MUN > -Förderbetriebe angewiesen, die Veräußerung von Vermögenswerten zu stoppen und damit auch den Verkauf von Öl einzustellen. Damit drohe bereits in den nächsten Tagen ein Produktionsstopp, sagte Yukos < Yusa.MUN > -Vorstandschef Steven Theede.

Zudem seien Yukos-Papiere und somit der gesamte Markt durch die Nachricht belastet gewesen, dass die russische Justiz am Vortag eine Entscheidung zur Sperrung von Konten aus dem Umfeld des Yukos-Konzerns in der Schweiz in höherer Instanz bestätigt habe, sagten Börsianer. Demzufolge sei auch die Beschlagnahme von Dokumenten des in der Schweiz ansässigen Haupt-Öltraders von Yukos, Petroval, rechtskräftig gewesen. Anleger hätten letzte Hoffnungen auf die Erhaltung des Yukos-Konzerns in seiner jetzigen Form verloren und ihre Yukos-Aktien massiv abgestoßen, sagten Börsianer. Zum Handelsschluss brach das Papier um 20,28 Prozent auf 2,87 Dollar ein.

Aktien des weltweit größten Gasproduzenten Gasprom < GAZ.FSE > verbilligten sich im Parketthandel an der St. Petersburger Effektenbörse um 3,39 Prozent auf 57,0 Rubel (1,623 Euro). Werte des größten russischen Stromversorgers EES Rossii < Uesd.SQ1 > < UES.FSE > rutschten um 8,55 Prozent auf 0,23 Dollar ab.

Papiere des derzeit größten russischen Ölkonzerns Lukoil < LUK.FSE > notierten 5,28 Prozent schwächer bei 26,0 Dollar. Werte des Ölunternehmens Surgutneftegas < SGN.FSE > (Sibirien) büßten 5,29 Prozent auf 0,642 Dollar ein. Aktien des sibirischen Ölkonzerns Sibneft < SCF.BER > stürzten um 10,04 Prozent auf 2,33 Dollar. Titel der Ölgesellschaft Tatneft < Ttfa.FSE > (Tatarstan) zogen gegen den Tagestrend um 0,47 Prozent auf 1,08 Dollar an.

Trotz der Absicht von Norilsk Nickel, den 20-prozentigen Anteil am südafrikanischen Goldförderer Gold Fields auf das Kontrollpaket zu erweitern, rutschte die Aktie des größten russischen Bunt- und Edelmetallproduzenten um 10,0 Prozent auf 45,9 Dollar ab. Werte der Telefongesellschaft Rostelekom < Rkmd.SQ1 > verloren 5,0 Prozent auf 1,805 Dollar. Papiere des Moskauer Stromversorgers Mosenergo < MRO.FSE > notierten 0,73 Prozent fester bei 0,069 Dollar. Titel der halbstaatlichen Sparkasse Sberbank gaben 7,44 Prozent ihres Wertes auf 379,5 Dollar ab.

Die Zentralbank senkte den amtlichen Wechselkurs der russischen Währung zur US-Devise um 0,39 Kopeken auf 29,0871 Rubel je Dollar (Vortag: 29,0832). Zum Euro stieg der amtliche Wechselkurs des Rubels um 16,39 Kopeken auf 35,1198 Rubel (Vortag: 35,2837).

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%