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Aktien Moskau Schluss: Verluste - Yukos wieder größte Marktbelastung=

Die Weigerung eines Moskauer Schiedsgerichts, Aktien des einstigen Yukos-Fusionspartners Sibneft für die Zahlung von Steuerschulden des vor der Zerschlagung stehenden Yukos-Ölkonzerns, verwenden zu dürfen, hat den russischen Aktienmarkt stark ins Minus gedrückt. Nach trägem Geschäft notierte der RTS-Interfax-Index des Computerhandels in Moskau am Mittwoch mit minus 2,6 % bei 546,11 Punkten. Der Umsatz stieg auf 13,024 Mill. $ (10,562 Mio Euro).

dpa-afx MOSKAU. Die Weigerung eines Moskauer Schiedsgerichts, Aktien des einstigen Yukos-Fusionspartners Sibneft für die Zahlung von Steuerschulden des vor der Zerschlagung stehenden Yukos-Ölkonzerns, verwenden zu dürfen, hat den russischen Aktienmarkt stark ins Minus gedrückt. Nach trägem Geschäft notierte der RTS-Interfax-Index des Computerhandels in Moskau am Mittwoch mit minus 2,6 % bei 546,11 Punkten. Der Umsatz stieg auf 13,024 Mill. $ (10,562 Mio Euro).

Das am Vortag nach Börsenschluss in Moskau verkündete Gerichtsurteil habe die meisten ausländischen Anleger am Mittwoch zu massiven Verkäufen von Yukos-Aktien veranlasst, sagten Händler. Die positive Nachricht, nach der Yukos 56 % der Aktien des sibirischen Gasförderers Rospan an den drittgrößten russischen Ölkonzern TNK-BP für 357 Mill. $ verkauft habe, sei von Börsianern kaum berücksichtigt worden, hieß es in Moskau. Zum Börsenschluss notierten Yukos mit einem Abschlag von 11,76 % bei 3,75 $.

Aktien des weltweit größten Gasproduzenten Gasprom stürzten im Parketthandel an der St. Petersburger Effektenbörse um 12,5 % auf 52,5 Rubel (1,453 ?). Analysten führten den Abwärtstrend auf Gerüchte zurück, nach denen die Vereinte Finanzgruppe UFG Schlupflöcher im russischen Gesetz nutzt, um ausländischen juristischen und natürlichen Personen den Erwerb von Gasprom-Aktien auf dem russischen Binnenmarkt zu Billigpreisen zu ermöglichen. Die russische Justiz werde Aktivitäten von UFG demnächst unter die Lupe nehmen, hieß es in Moskau.

Werte des größten russischen Stromversorgers EES Rossii schlossen 3,41 % schwächer bei 0,2325 $. Papiere des derzeit größten russischen Ölkonzerns Lukoil verbilligten sich um 2,31 % auf 27,45 $. Werte des Ölunternehmens Surgutneftegas (Sibirien) gaben um 3,3 % auf 0,645 $ nach. Aktien des sibirischen Ölkonzerns Sibneft sackten um 5,28 % auf 2,46 $ ab. Titel der Ölgesellschaft Tatneft (Tatarstan) zogen gegen den Tagestrend um 1,21 % auf 1,25 $ an.

Papiere des Bunt- und Edelmetallproduzenten Norilsk Nickel rutschten um 4,07 % auf 53,1 $ ab. Werte der Telefongesellschaft Rostelekom notierten 0,26 % leichter bei 1,895 $. Papiere des Moskauer Stromversorgers Mosenergo fielen um 3,49 % auf 0,083 $. Titel der halbstaatlichen Sparkasse Sberbank legten um 0,39 % auf 382,0 $ zu.

Die Zentralbank senkte den amtlichen Wechselkurs der russischen Währung zur US-Devise um 0,24 Kopeken auf 29,2176 Rubel je Dollar (Vortag: 29,2152). Zum Euro sank der amtliche Wechselkurs des Rubels um 1,46 Kopeken auf 36,1246 Rubel (Vortag: 36,1100).

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