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Aktien Nasdaq: Knapp behauptet - Zahlen von Applied Materias belasten

Die Technologiewerte in den Vereinigten Staaten haben am Donnerstag unter negativ bewerteten Geschäftszahlen gelitten und sind in die Verlustzone gerutscht. An der US-Börse Nasdaq fiel der Nasdaq Composite um 0,43 Prozent auf 2090,71 Punkte.

dpa-afx NEW YORK. Die Technologiewerte in den Vereinigten Staaten haben am Donnerstag unter negativ bewerteten Geschäftszahlen gelitten und sind in die Verlustzone gerutscht. An der US-Börse Nasdaq fiel der Nasdaq Composite um 0,43 Prozent auf 2090,71 Punkte. Der Nasdaq-100-Index sank um 0,39 Prozent auf 1 564,96 Punkte.

Wenig Unterstützung war von Konjunkturseite zu erwarten: In den USA ist der Sammelindex der Frühindikatoren im Oktober überraschend deutlich gefallen. Er fiel um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe waren in der zurückliegenden Woche erwartungsgemäß um 3 000 auf 334 000 gefallen. Im aussagekräftigeren Vierwochendurchschnitt stieg die Zahl der Anträge jedoch um 1 000 auf 338 250. Dies sei zwar ausreichend, um die derzeitige Lage zu stabilisieren, sagte Ian Shepherdson von High Frequency Economics. Gesenkt werden könne die Arbeitslosigkeit damit aber nicht.

Applied Materials hatte am Vorabend nach Börsenschluss mit seinem Ausblick enttäuscht und Händlern zufolge die gesamten Werte der Branche belastet. Der Halbleiterausrüster rechnet im laufenden Quartal mit sinkenden Auftragseingängen und Umsätzen. Demnach rechnet er mit einem Umsatz zwischen 1,69 und 1,76 Mrd. Dollar. Die von Frist Call befragten Experten hatten bislang mit einem deutlich höheren Umsatz gerechnet. Bereits am Vorabend war die Aktie nachbörslich deutlich unter Druck geraten. Im frühen Handel verlor sie 3,06 Prozent auf 16,81 Dollar. Die Analysten von First Albany senkten ihre Einstufung auf "Neutral".

Auch der Internet-Suchmaschinenbetreiber Google geriet nach Aussagen zur Geschäftsentwicklung unter Druck. Google warnte davor, dass sich das vom zweiten zum dritten Quartal zu beobachtende Umsatzwachstum auf Dauer nicht halten lassen wird. Das Unternehmen begründete dies in einer Pflichtveröffentlichung mit dem wachsenden Konkurrenzdruck und dem "unvermeidlichen Rückgang der Wachstumsraten", wenn sich die Umsätze auf ein höheres Niveau entwickeln. Die Aktien verloren in Folge 0,70 Prozent auf 171,21 Dollar.

Intuit hatten am Vorabend ebenfalls Quartalszahlen veröffentlicht. Der Softwarehersteller hatte im ersten Quartal (Ende Oktober) des Geschäftsjahres 2004/05 bei steigendem Umsatz den Verlust stärker eingedämmt als von Analysten erwartet. Obwohl sich Experten positiv zum Geschäftsverlauf äußerten, konnte sich die Aktie nicht dem Markttrend entziehen. Sie gab um 3,09 Prozent auf 42,20 Dollar nach.

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