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Aktien New York Ausblick: Uneinheitlich - Zahlen und Fusionen im Fokus

Mit dem Fusionsreigen vor dem Jahresende und einigen Unternehmenszahlen im Blick werden amerikanische Standardwerte am Donnerstag uneinheitlich erwartet. Rund eine halbe Stunde vor dem Start lag der Future auf den S & P-500-Index mit minus 0,04 Prozent bei 1 206,70 Punkten.

dpa-afx NEW YORK. Mit dem Fusionsreigen vor dem Jahresende und einigen Unternehmenszahlen im Blick werden amerikanische Standardwerte am Donnerstag uneinheitlich erwartet. Rund eine halbe Stunde vor dem Start lag der Future auf den S & P-500-Index mit minus 0,04 Prozent bei 1 206,70 Punkten.

Die US-Konjunkturdaten sind am Nachmittag laut Händlern gemischt ausgefallen und haben die Futures kaum bewegt. Die Baubeginne seien deutlich hinter den Erwartungen geblieben und ließen Sorgen um eine Abschwächung im Immobiliensektor nach den Leitzinserhöhungen wieder aufflammen. Andererseits seien die Arbeitsmarktdaten und die Leistungsbilanz etwas besser als erwartet.

Auch bei den Standardwerten gibt es neue Übernahmen: Der Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson kauft den Medizintechnikspezialist Guidant für 23,9 Mrd. Dollar in bar und eigenen Aktien. Guidant ist der zweitgrößte US-Hersteller von implantierbaren Herzschrittmachern und Defibrillatoren zur Beseitigung von Herzrhythmus-Störungen - nach Branchenführer Medtronic . Johnson & Johnson verkauft eine Vielzahl von Produkten, die von Medikamenten bis hin zu Heftpflaster reichen.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat im vierten Geschäftsquartal ihren Gewinn auf 2,36 Dollar je Aktie gesteigert. Analysten hatten mit einem Ergebnis in Höhe von 2,32 Dollar gerechnet. Die Summe der Erträge stieg im vierten Quartal von 16 auf 20,5 Mrd. Dollar. Im Gesamtjahr erhöhte sich so der Gewinn je Aktie von 5,87 auf 8,92 Dollar - dies war nach eigenen Angaben das höchste Ergebnis der Unternehmensgeschichte.

Der Logistikkonzern Fedex hat im zweiten Geschäftsquartal Gewinn und Umsatz deutlich gesteigert und hob daraufhin am Donnerstag die Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2004/05 an. Der Quartalsgewinn je Aktie stieg von 0,30 Dollar im Vorjahr auf 1,15 Dollar, der Umsatz erhöhte sich von 5,92 auf 7,33 Mrd. Dollar. Für das Gesamtjahr hat der Konzern seine Gewinnprognose von 4,40 bis 4,60 Dollar je Aktie auf 4,60 und 4,70 Dollar angehoben.

Abbott Laboratories rechnet im kommenden Jahr mit einem Gewinn- und Umsatzwachstum. Das Ergebnis je Aktie sieht der Pharmakonzern ohne Berücksichtigung von Einmalbelastungen zwischen 2,47 und 2,53 Dollar. Damit liegt Abbott über der aktuellen durchschnittlichen Schätzungen, der von Thomson First Call befragten Analysten. Auch mit dem geplanten Umsatzwachstum von zehn bis zwölf Prozent übertrifft der Konzern die Wall-Street-Prognose von acht Prozent.

Unterdessen hat die SEC den US-Immobilienfinanzierer Fannie Mae zu einer Korrektur seiner Bilanzen seit 2001 aufgefordert. Das Geldinstitut habe die Bilanzierungsvorschriften für Derivate nicht eingehalten, wobei die Verstöße für die Zeit von 2001 bis Mitte 2004 festgestellt wurden. Das auf private Hypothekendarlehen spezialisierte Institut hatte mitgeteilt, bei einer Beanstandung seiner Bilanzierungsmethode für Derivate durch die SEC ein Verlust nach Steuern in Höhe von neun Mrd. Dollar erwartet werde.

Die amerikanischen Standardwerte hatten am Vortag nach guten Quartalszahlen freundlich geschlossen: Der Dow-Jones-Index gewann 0,14 Prozent auf 10 691,45 Zähler. Der breiter gefasste S & P 500 legte um 0,19 Prozent auf 1 205,72 Punkte zu. Das war der höchste Schlussstand seit Juni 2001.

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