Archiv
Aktien New York: Irak-Konflikt drückt stark auf die Kurse

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Tod des Präsidenten des irakischen Regierungsratsund der darauf folgende Anstieg des Ölpreises haben an der Wall Street zu einemschwachen Wochenauftakt geführt. Der Dow Jones Index büßte amMontagnachmittag 0,93 Prozent auf 9.919,32 Punkte ein, während der S&P-100-Index 0,82 Prozent auf 531,09 Punkte verlor.

"Die Märkte fangen an, sich genauso zu verhalten, wie sie es vor den beidenIrakkriegen getan haben, indem sich die Anleger nun Sorgen über den Ausgangmachen", sagte Paul Mendelsohn, Chefstratege von Windham Financial Services. AmVorabend hatte ein Selbstmordattentäter den irakischen Regierungschef und dreiBegleiter mit einer Autobombe getötet. In der Folge kostete ein Öl-Future mitFälligkeit Juni zeitweise 41,85 Dollar.

Zudem belastete Händlern zufolge der Rückgang des Geschäftsklimas der NewYorker Industrie die US-Märkte. Der Empire-State-Index war im Mai von revidiert34,0 Punkten im Vormonat auf 30,2 Punkte gesunken. Von CBS MarketWatch befragteVolkswirte hatten mit einem Anstieg gerechnet.

Die Aktien von Toys 'R' Us verloren 6,82 Prozent auf 13,40Dollar. Der Verlust des Spielzughändlers fiel im ersten Quartal mit 12 Cent jeAktie höher aus, als die von Analysten erwarteten 1 Penny.

Micron-Aktien verloren 2,53 Prozent auf 13,51 Dollar. DerUS-Chiphersteller will nach Angaben des Beratungsunternehmens CCID (CCIDnet.com)wegen der hohen Nachfrage 100 Millionen Dollar in ein Werk in China investieren.

Unter den Autowerten gaben Ford Motor Co. 2,65 Prozentauf 14,31 Dollar ab, nachdem Prudential die Aktie auf "Underweight" gesenkthatte. General Motors (GM) verloren 1,76 Prozent auf 43,57Dollar. Der Konzern will die Lenkung der drei Marken Saab, Opel und Vauxhall inZukunft an die Europa-Zentrale abgeben.

Das Wall Street Journal drückte Telekomzulieferer tief ins Minus. Der Kursvon Lucent sackte um 5,49 Prozent auf 3,10 Dollar ein,während Nortel um 8,40 Prozent auf 3,27 Prozenteinbrachen. Der Zeitung zufolge plant die Börsenaufsicht SEC eine Betrugsklagegegen mehrere frühere Lucent-Vorstände wegen künstlich aufgeblähter Umsätze.Nortel wiederum soll Vorständen Boni zur Hälfte in bar, statt der vereinbartenAktien ausgezahlt haben, nachdem das Unternehmen die bisherigeBilanzierungspraxis einer internen Prüfung unterzogen hatte.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%