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Aktien New York Schluss: Fester - Vor der Fed-Entscheidung Berg- und Talfahrt

Die Mehrheit der Marktteilnehmer gehe von unveränderten Leitzinsen aus, aber dennoch herrsche vor der anstehenden Notenbanksitung einige Nervosität, die sich in stark schwankenden Kursen zeige, sagte ein Händler.

YORK (dpa-AFX) - Die New Yorker Wall Street hat den ersten Handelstag der Woche mit leichten Gewinnen beendet. Der Dow Jones schloss nach einem äußerst volatilen Handel mit einem knappen Plus von 0,30% bei 11.079,81 Punkten. Die US-Technologiebörse Nasdaq überwand seine Schwächephase vom Nachmittag und drehte zum Börsenschluss wieder ins Plus. Der Composite-Index stieg um 0,58% auf 3.953,18 Punkte. Der marktbreitere S&P 500 kletterte um 0,52% auf 1.499,48 Punkte.

Das Auf und Ab des heutigen Handelstages sei klar auf die am Dienstag anstehende Notenbanksitzung zurückzuführen, sagte ein Händler. Zwar gehe die Mehrheit der Marktteilnehmer von unveränderten Leitzinsen aus, aber dennoch herrsche einige Nervosität, die sich in stark schwankenden Kursen zeige. Die geringen Handelsumsätze würden die volatile Entwicklung noch zusätzlich verstärken, hieß es von Händlerseite. Erst nach der Entscheidung sei eine klare Tendenz zu erwarten. Auch die Aktienvolumen dürften zum Monatsende wieder spürbar ansteigen, so zumindest die Hoffnung der Händler.

Gewinnmitnahmen bei Chip-Aktien brachten den Markt im späten Nachmittagshandel unter deutlichen Abgabedruck. Auch zu Handelsschluss gehörten vor allem Halbleiteraktien zu den Tagesverlierern. Im breiten Markt schlossen dagegen Finanz-, Pharma- und Biotechnologietitel fester. Treibende Kraft am Markt waren vor allem Halbleiteraktien. Der Philadelphia-Semiconductor-Index fiel letztendlich 2,01% auf 1.112,06 Punkte. Im Tagesverlauf schwankte der Index zwischen 1.094,61 und 1.145,98 Punkten. Stärkste Verlierer waren: AMD fielen um 2,85% auf 68,25 USD, Texas Instruments gaben um 4,51% auf 67,43 USD nach, Micron Technology verloren 1,05% auf 88,18 USD und Applied Materials büßten 2,98% auf 81,43 USD ein.

Gegen den negativen Trend bei Chip-Aktien verteidigten sich Intel erfolgreich: Die Papiere gewannen 2,13% auf 72,06 USD. Die Aktien hatten im Tagesverlauf ein neues 52-Wochen-Hoch bei 74,06 USD markiert. Lehman Brothers erhöhten zuvor ihre Ergebnis-je-Aktie-Erwartungen für das laufende Jahr 2000 von 1,7 USD auf 1,74 USD und gaben ein Kursziel von 88 USD an. Intel plant darüber hinaus seinen neuen Pentium-4-Computerprozessor diese Woche vorzustellen.

Die Aktien von Motorola fielen um 1,21% auf 35,81 USD. Obwohl das Unternehmen am Montag bekannt gab, das China Investitionen in Höhe von 1,9 Mrd.. USD bestätigt hat. Motorola soll danach Telekom - und Halbleiterfabriken im Norden der Stadt Tianjin bauen.

Ebenfalls unter Druck gerieten die Papiere des Einzelhandelsriesen Wal-Mart. Die Papiere fielen um 3,19% auf 49,25 USD. Auslöser für die Verluste seien Gerüchte um ein mögliches Übernahmeangebot in Höhe von 6,6 Mrd.. GBP an den britischen Konkurrenten Boots , sagte ein Händler.

Der Finanzsektor profitierte dagegen von den als unverändert erwarteten US-Zinsen: Lehman Brothers stiegen um 2,24% auf 134,31 USD, Merrill Lynch gewannen 2,26% auf 144,50 USD, JP Morgan zogen um 0,87% auf 144.93 USD an und die Aktien der Citigroup verteuerten sich um 2,51% auf 76,62 USD.

Auf der Gewinnerseite fanden sich auch Verizon. Die Aktien waren einer der meist gehandelten Werte an der New York Stock Exchange und kletterten um 0,88% auf 42,81 USD. Grund für die Erholung seien Vereinbarungen mit Teilen der Streikenden.

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