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Aktien Nyse Nasdaq: Etwas schwächer - Konjunkturdaten belasten

Negativ bewertete Konjunkturdaten haben die Börsen in den Vereinigten Staaten am Dienstag allesamt mit Verlusten schließen lassen. Der Dow Jones gab um 0,59 Prozent auf 10 487,65 Punkte nach. Der breiter gefasste S & P-500-Index verlor 0,71 Prozent auf 1 175,43 Zähler.

dpa-afx NEW YORK. Negativ bewertete Konjunkturdaten haben die Börsen in den Vereinigten Staaten am Dienstag allesamt mit Verlusten schließen lassen. Der Dow Jones gab um 0,59 Prozent auf 10 487,65 Punkte nach. Der breiter gefasste S & P-500-Index verlor 0,71 Prozent auf 1 175,43 Zähler. Der Nasdaq Composite gab um 0,74 Prozent auf 2078,62 Punkte nach, der Nasdaq-100-Index um 0,80 Prozent auf 1 548,53 Zähler.

In den USA waren die Erzeugerpreise im Oktober überraschend deutlich gestiegen. Sie kletterten um 1,7 Prozent gegenüber dem Vormonat - Volkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg von 0,6 Prozent gerechnet. Die Erzeugerpreise beeinflussen die allgemeine Teuerung nicht direkt, schlagen aber erfahrungsgemäß mit einiger Verzögerung je nach Konjunkturlage zumindest teilweise auf die Verbraucherpreise durch.

"Die Investoren hegen wohl Sorgen über eine mögliche Inflation", sagte Stratege Michael Metz von Oppenheimer & Co.. Die Konjunkturzahlen seien definitiv eine Enttäuschung gewesen. Nun richte der Markt sein Auge auf die Notenbank und beobachte, wie aggressiv das Institut reagieren werde.

Der Präsident der regionalen Notenbank von Philadelphia, Anthony Santomero, kündigte weitere Zinserhöhungen durch die US-Notenbank an. Die Zinsschritte würden weiter in einem maßvollen Tempo erfolgen, sagte er.

Merck & Co standen an der Spitze des Dow Jones 30. Sie legten um 1,44 Prozent auf 27,48 Dollar zu. Händlern zufolge sahen Investoren die Gelegenheit zum Kauf gekommen - die Aktie habe seit dem Rückzug des Medikaments Vioxx mehr als 40 Prozent verloren. Ein negativer Analystenkommentar wirkte sich hingegen nicht aus: Die Ratingagentur Standard & Poor's (S & P) hatte die langfristige Kreditwürdigkeit des Pharmakonzerns um drei Schritte von 'AAA' auf 'AA-' gesenkt.

Auch die Aktie von Hewlett-Packard Co. zählte mit einem Plus von 1,34 Prozent auf 19,68 Dollar ebenfalls zur Spitzengruppe des Index. Das Unternehmen will nach Börsenschluss seine Quartalszahlen vorlegen. Das Papier wurde nachbörslich vor Vorlage der Zahlen vom Handel ausgesetzt.

Die Aktie des weltgrößten Einzelhändlers Wal-Mart gab hingegen um 1,40 Prozent auf 56,89 Dollar nach und lag damit in der Schlussgruppe des Dow Jones. Das Unternehmen hatte Umsatz und Gewinn im dritten Quartal gesteigert und will im vierten Geschäftsquartal (Ende Januar) einen Gewinn von 73 bis 75 US-Cent je Aktie (EPS) aus fortgeführtem Geschäft erwirtschaften. Die Umsatzentwicklung habe gleichwohl enttäuscht, sagten Händler. Auch die Prognose sei lediglich im Rahmen der Erwartungen ausgefallen.

Mit mehr Wohlgefallen blickte der Markt anfangs auf die Geschäftsbilanz eines weiteren Einzelhändlers: Die weltgrößte Baumarktkette Home Depot übertraf mit ihrem Umsatz und Gewinn im dritten Geschäftsquartal (Ende Oktober) die Markterwartungen und erhöhte die Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2004/05. Die Aktie verzeichnete in Folge zum Handelsstart Gewinne, rutschte dann jedoch ebenfalls zügig in die Verlustzone. Das Papier gab zuletzt um 1,80 Prozent auf 43,00 Dollar nach. Die Aktie von J.P. Morgan Chase & Co. ging ebenfalls mit einem deutlichen Minus aus dem Handel und gab 1,76 Prozent auf 38,47 Dollar ab. Piper Jaffray hatte den Wert auf "Marketperform" gesenkt.

Schließlich verzeichnete General Motors Verluste, nachdem das Unternehmen von seinem mittelfristigen Gewinnziel von zehn Dollar je Aktie Abstand genommen hatte. Es sei mittlerweile sehr viel schwerer, beim Nettogewinn das anvisierte Ziel zu erreichen, sagte Konzernsprecher Toni Simonetti dem "Wall Street Journal" (Dienstag). Die Aktie verlor 1,47 Prozent auf 39,66 Dollar.

Die Technologiewerte wurden vor allem von Analystenkommentaren bewegt. Die Banc of America hatte RF Micro Devices Inc. auf "Neutral" erhöht. Die Aktie stieg in Folge um 3,77 Prozent auf 7,16 Dollar.

Pixar-Aktien litten hingegen unter einem negativen Kommentar. Nachdem CSFB das Papier auf "Neutral" abgestuft hatte, rutschte es in die Schlussgruppe des Nasdaq 100 mit einem Minus von 2,51 Prozent auf 89,05 Dollar.

Auch Intel haben nach einer zweiten Abstufung in dieser Woche zunächst deutlich nach, erholten sich jedoch bis zum Handelsschluss. Die Aktie schloss mit einem Plus von 0,29 Prozent auf 23,84 Dollar. Wedbush Morgan senkte das Papier von "Buy" auf "Hold". Erst am Vortag hatte First Albany das Papier auf "Underperform" gesenkt.

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