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Aktien Nyse Nasdaq Schluss: Composite-Index auf höchstem Stand seit Juni 2001

Die US-Börsen haben am Mittwoch weiter zugelegt und so hoch geschlossen wie seit vielen Monaten nicht mehr. Der Dow Jones schloss auf einem Zehnmonatshoch und der Nasdaq Composite sogar so hoch wie seit Juni 2001 nicht mehr.

dpa-afx NEW YORK. Die US-Börsen haben am Mittwoch weiter zugelegt und so hoch geschlossen wie seit vielen Monaten nicht mehr. Der Dow Jones schloss auf einem Zehnmonatshoch und der Nasdaq Composite sogar so hoch wie seit Juni 2001 nicht mehr. Auftrieb kam laut Händlern vor allem durch die guten Quartalszahlen von Lehman Brothers sowie der Mrd. Dollar schweren Fusion zwischen Nextel und Sprint. Der gestiegene Ölpreis und der infolge der schwachen Kapitalzuflüsse gesunkene Dollar hätten jedoch die Stimmung gedrückt, sagten Händler.

Der Dow-Jones-Index schloss mit plus 0,14 Prozent auf 10 691,45 Punkten knapp unter seinem Tageshoch von 10 706,16 Punkten. Der breiter gefasste S & P-500-Index stieg um 0,19 Prozent auf 1 205,72 Punkte. Der Nasdaq Composite ging gut behauptet mit 0,13 Prozent auf 2 162,55 Zähler aus dem Handel und damit ebenfalls knapp unter dem Tageshoch von 2 171,27 Zählern. Der Auswahlindex Nasdaq 100 verlor hingegen 0,24 Prozent auf 1 623,63 Punkte.

Die Konjunkturdaten waren eher enttäuschend ausgefallen: Im Oktober war der Nettokapitalzufluss in den USA deutlich zurückgegangen, was die Finanzierung des enormen Defizits in der US-Leistungsbilanz erschwert. Das brachte den Dollar unter Druck. Gesunkene Rohöllagervorräte hingegen trieben den Ölpreis spürbar nach oben. Einzig der überraschend stark gestiegene US-Geschäftsklimaindex Empire State Manufacturing war positiv ausgefallen.

Nach einer Sitzung der Vorstände von Nextel und Sprint steht nun fest, dass die beiden Konzerne zum drittgrößten Mobilfunkanbieter der USA fusionieren wollen. Die Aktionäre von Nextel sollen für jedes Papier 1,3 Sprint-Nextel-Aktien sowie 50 Cent erhalten. Nextel fielen um 4,30 Prozent auf 28,70 Dollar und Sprint gaben um 4,30 Prozent auf 24,02 Dollar nach.

Größter Anbieter in den USA ist Cingular Wireless. Das Unternehmen gehört zu den Telekomgesellschaften SBC Communications und Bellsouth. SBC büßten 1,04 Prozent auf 25,68 Dollar ein. Bellsouth gaben um 0,90 Prozent auf 28,48 Dollar nach. Die Papiere von Verizon Communications Inc. fielen um 0,83 Prozent auf 40,70 Dollar. Das zu Verizon gehörende Mobilfunkunternehmen Verizon Wireless ist der zweitgrößte Anbieter in den USA.

Lehman Brothers steigerte im vierten Quartal den Überschuss deutlich und übertraf die Analystenerwartungen. Die US-Investmentbank steigerte den Gewinn je Aktie von 1,71 auf 1,96 Dollar - von Thomson First Call befragte Experten hatten im Durchschnitt einen Rückgang auf 1,69 Dollar erwartet. Das Papier legte um 2,25 Prozent auf 87,90 Dollar zu.

Dass die Autokonzerne General Motors Co. (GM) und Fiat SpA ein Schlichtungsverfahren einleiten und sich über den Streit um die Verkaufsoption der Autosparte der Italiener gütlich einigen wollen, gab der GM-Aktie Auftrieb. Sie stieg um 0,85 Prozent auf 38,96 Dollar.

Die Aktien der Pharmaunternehmen Pfizer und Merck legten am kräftigsten zu im Dow. Pfizer gewannen 3,62 Prozent auf 28,32 Dollar. Merck & Co. Inc. stiegen um 2,90 Prozent auf 30,48 Dollar. Merck hat wichtige Entwicklungsfortschritte bei HIV-Impfungen gemacht.

Die Aktien des Medizintechnikherstellers Biomet Inc. büßten nach der Vorlage von Quartalszahlen 8,18 Prozent auf 44,35 Dollar ein. Trotz Umsatz- und Ertragszuwächsen war die Bilanz zum zweiten Quartal teilweise hinter den Erwartungen des Finanzmarktes zurückgeblieben.

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