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Aktien Nyse Nasdaq Schluss: Gut behauptet - Altria stützt Dow Jones

Die US-Börsen haben am Donnerstag ihre Gewinne vom Vortag ausgebaut. Für Unterstützung sorgte vor allem die Kursentwicklung der Altria-Aktie. An Technologiewerten interessierte Investoren mussten sich indes mit einem enttäuschenden Ausblick von Applied Materials auseinandersetzen.

dpa-afx NEW YORK. Die US-Börsen haben am Donnerstag ihre Gewinne vom Vortag ausgebaut. Für Unterstützung sorgte vor allem die Kursentwicklung der Altria-Aktie. An Technologiewerten interessierte Investoren mussten sich indes mit einem enttäuschenden Ausblick von Applied Materials auseinandersetzen.

Der Dow Jones legte um 0,22 Prozent auf 10 572,55 Punkte zu und schloss damit auf dem höchsten Stand seit Anfang März. Der breiter gefasste S & P-500-Index gewann 0,14 Prozent auf 1 183,55 Zähler. Der Nasdaq Composite legte um 0,22 Prozent auf 2 104,28 Punkte zu und beendete damit den Handel auf dem höchsten Stand seit Ende Januar. Der Nasdaq-100-Index um 0,62 Prozent auf 1 580,81 Zähler.

Von Konjunkturseite war wenig Unterstützung zu erwarten: In den USA ist der Sammelindex der Frühindikatoren im Oktober überraschend deutlich gefallen. Er fiel um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe waren in der zurückliegenden Woche erwartungsgemäß um 3 000 auf 334 000 gefallen. Im aussagekräftigeren Vierwochendurchschnitt stieg die Zahl der Anträge jedoch um 1 000 auf 338 250. Dies sei zwar ausreichend, um die derzeitige Lage zu stabilisieren, sagte Ian Shepherdson von High Frequency Economics. Gesenkt werden könne die Arbeitslosigkeit damit aber nicht. Auch der viel beachtete Philly-Fed-Index war im November unerwartet deutlich gesunken. Der Index fiel auf 20,7 Punkte Punkte von 28,5 Punkten im Oktober.

Analyst John Caldwell von der Mcdonald Financial Group äußerte sich darüber hinaus besorgt über die derzeitige Schwäche des US-Dollars. Sie könnte Tendenzen hin zu einer Inflation bestärken, warnte er.

An der Spitze des Dow Jones 30 behauptete sich die Aktie der Altria Group mit einem Plus von 2,23 Prozent auf 58,70 Dollar. Sie hatte bereits am Vorabend mit deutlichen Gewinnen geschlossen. Prudential hatte den Wert auf "Overweight" gehoben und das Kursziel von 54 auf 68 Dollar erhöht. Nach Ansicht der Analysten könnte das laufende Verfahren zwischen dem US-Justizministerium und der Tabakbranche positiv für das Unternehmen ausgehen. Die Justizbehörde wirft Zigarettenherstellern jahrelangen Betrug und Lügen bezüglich des Zusammenhangs von Rauchen und Krankheiten vor. Das Ministerium fordert Schadenzahlungen von insgesamt 280 Mill. Dollar.

Goldman Sachs erhöhte ebenfalls seine Einstufung für Altria, nämlich auf "Outperform". Gleichzeitig erhöhten die Analysten die gesamte Branche auf "Attractive".

Schlusslicht des Index war die Aktie von Mcdonald's - sie gab um 1,48 Prozent auf 29,95 Dollar nach. Händler verwiesen auf Aussagen des US-Landwirtschaftsministeriums, laut derer möglicherweise ein zweiter Fall von Rinderwahnsinn in den Vereinigten Staaten aufgetreten ist.

Auch Colgate-Palmolive gaben nach einem negativen Kommentar deutlich nach und sanken um 3,73 Prozent auf 46,92 Dollar. Die Banc of America hatte den Wert auf "Neutral" gesenkt.

Applied Materials hatte am Vorabend nach Börsenschluss mit seinem Ausblick enttäuscht und Händlern zufolge die gesamten Werte der Branche belastet. Der Halbleiterausrüster rechnet im laufenden Quartal mit sinkenden Auftragseingängen und Umsätzen. Demnach rechnet er mit einem Umsatz zwischen 1,69 und 1,76 Mrd. Dollar. Die von Frist Call befragten Experten hatten bislang mit einem deutlich höheren Umsatz gerechnet. Bereits am Vorabend war die Aktie nachbörslich deutlich unter Druck geraten. Die Analysten von First Albany senkten ihre Einstufung auf "Neutral". Im frühen Handel verlor der Wert mehr als drei Prozent. Bis Handelsschluss machte er die Verluste gleichwohl wett und kehrte mit einem Plus von 1,79 Prozent auf 17,65 Dollar in die Gewinnzone zurück.

Intel steuerte dagegen: Händler verwiesen auf Medienberichte, nach denen Intel im ersten Halbjahr 2005 einen weitaus besseren Geschäftsverlauf erwartet als in diesem Jahr. Der Wert stieg in Folge dieser positiven Prognose um 1,97 Prozent auf 24,80 Dollar.

Auch der Internet-Suchmaschinenbetreiber Google geriet nach Aussagen zur Geschäftsentwicklung unter Druck. Google warnte davor, dass sich das vom zweiten zum dritten Quartal zu beobachtende Umsatzwachstum auf Dauer nicht halten lassen wird. Das Unternehmen begründete dies in einer Pflichtveröffentlichung mit dem wachsenden Konkurrenzdruck und dem "unvermeidlichen Rückgang der Wachstumsraten", wenn sich die Umsätze auf ein höheres Niveau entwickeln. Die Aktien verloren 2,88 Prozent auf 167,54 Dollar.

Schließlich sorgte Netflix für eine positive Überraschung am Markt: Der Anbieter für Online-Unterhaltung hob seine Umsatzprognose für das vierte Quartal. Die Preissenkungen hätten gewirkt, hieß es. Die Aktie stieg in Folge um 13,96 Prozent auf 11,92 Dollar.

Nachbörslich wird der US-Medienkonzern Walt Disney seine Quartalszahlen vorlegen. Analystenprognosen wird das Unternehmen vor Sonderposten einen Gewinn pro Aktie (EPS) von 18 US-Cent bei einem Umsatz von 7,57 Mrd. Dollar ausweisen. Das erwarten die von Thomson First Call befragten Analysten im Schnitt. Im Vorjahresquartal hatte Disney bei 7,01 Mrd. Dollar Umsatz ein EPS von 20 Cent erwirtschaftet. Die Aktie verlor bis Handelsschluss 0,72 Prozent auf 26,37 Dollar.

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