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Aktien Nyse Nasdaq Schluss: Gut behauptet - Dow bleibt unter 10 000 Punkten

Ungeachtet weiterer Kursverluste bei Versicherern und trotz des neuen Ölpreisrekords haben die US-Indizes am Freitag gut behauptet geschlossen. Finanz- und Einzelhandelswerte sowie einige Techaktien hätten mit ihrer Erholung das Thema Rohöl verdrängt, sagten Börsianer.

dpa-afx NEW YORK. Ungeachtet weiterer Kursverluste bei Versicherern und trotz des neuen Ölpreisrekords haben die US-Indizes am Freitag gut behauptet geschlossen. Finanz- und Einzelhandelswerte sowie einige Techaktien hätten mit ihrer Erholung das Thema Rohöl verdrängt, sagten Börsianer. Der US-Ölpreis hatte im Tagesverlauf bei 55,00 Dollar einen neuen Rekord markiert. Nach den Verlusten der Vortage hätten Schnäppchenjäger Kaufinteresse gezeigt, hieß es.

Der Dow-Jones-Index verharrte allerdings unter der Marke von 10 000 Punkten und schloss mit plus 0,39 Prozent bei 9 933,38 Zählern. Im Wochenvergleich stehen minus 1,21 Prozent zu Buche. Der marktbreite S & P-500-Index stieg um 0,45 Prozent auf 1 108,20 Punkte. An der Nasdaq gewann der Composite Index 0,45 Prozent auf 1911,50 Punkte, der Nasdaq 100 legte 0,64 Prozent auf 1 425,21 Punkte zu.

Belastet von Ermittlungen gegen führende US-Versicherer stand der Sektor weiter unter Druck. Der New Yorker Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer hatte wegen Wettbewerbsverstößen am Vortag Zivilklage gegen Marsh & Mclennan und eine Tochter erhoben. Die Titel des größten Versicherungsmaklers verloren weitere 16,21 Prozent auf 29,20 Dollar nach minus 24,45 Prozent am Vortag. AON gaben 6,21 Prozent auf 21,74 Dollar ab. Der weltgrößte Versicherer American International Group (AIG) war mit minus 3,58 Prozent auf 57,85 Dollar erneut schwächster Dow-Wert - seit Donnerstag sank der Marktwert um rund 28 Mrd. Dollar.

Einzelhandelswerte zeigten im Kielwasser überraschend guter Absatzzahlen für September eine Reaktion auf die jüngsten Kursverluste. Mit plus 1,5 Prozent waren die Einzelhandelsumsätze in den USA deutlich stärker als mit plus 0,7 Prozent erwartet gestiegen. Positiv wirkte auch die Einschätzung von Fed-Chef Alan Greenspan, dass der Ölpreisanstieg das Wirtschaftswachstum zwar bremse, jedoch geringer als früher. Im Dow verteuerten sich Wal-Mart um 0,83 Prozent auf 52,53 Dollar, der Konsumgüterhersteller Procter & Gamble legte 1,36 Prozent auf 53,69 Dollar zu.

Pfizer rutschten um 1,99 Prozent auf 28,50 Dollar ab. Der Pharmakonzern hatte mitgeteilt, das Arthrose-Medikament Bextra könne in den ersten zwei Wochen der Therapie stärkere Hautreaktionen als andere, ähnliche Medikamente auslösen. Delta stürzten um 18,76 Prozent auf 3,42 Dollar ab. Die angeschlagene US-Fluggesellschaft rechnet im abgelaufenen dritten Quartal mit einem überraschend hohen Verlust.

Im Technologiesektor standen erneut gemischt ausgefallene Quartalsberichte im Blick. Tagesverlierer im Nasdaq 100 waren ungeachtet besser als erwarteter Zahlen Juniper Networks mit minus 5,19 Prozent auf 23,76 Dollar. Der Telekom-Ausrüster hatte zwar mit 0,13 Dollar Gewinn je Aktie die Marktprognose um zwei Cent übertroffen. Händler verwiesen aber auf die zuletzt recht positive Kursentwicklung und einzelne negative Spartenergebnisse.

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